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Warum lässt Gott Leid zu? Die Theodizeefrage

25 Feb 2009 · 1 Kommentar

leidGottfried Wilhelm Leibniz war glaube ich der Erste, der den Begriff Theodizee verwendet hat. Das tut er in seinem Buch „Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l’homme et l’origine du mal„. Der Begriff wird aus den griechischen Wörtern θεός (theós „Gott“) und δίκη (díke „Gerechtigkeit“) gebildet. Die Absicht von Leibniz war, die Aussagen des französischen Philosoph Pierre Bayle zu widerlegen (auf französisch!), der wegen seinem persönlichen Leidensweg behauptete, Gott sei entweder nicht allmächtig oder nicht gut. Das Problem der Theodizee besteht letztendlich in der Frage, wie die Existenz eines liebenden Gott sich mit der Existenz des Übels oder des Bösen vereinbaren lässt.

A. Die menschliche Antwort

Im Teil A wollen wir uns zunächst mit den verschiedenen Antworten auseinandersetzen, die die Philosophen im Laufe der Geschichte zu dieser Frage gegeben haben. Wer meint, die Bibel hat sowieso die bessere Antwort, kann sofort zum Teil B übergehen. (mehr…)

Kategorien: Glaube und Wissenschaft · Systematische Theologie
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Ist Jesus stellvertretend für uns gestorben?

14 Mai 2008 · Kommentar schreiben

Bei modernen Theologen findet die Lehre, dass Jesus für unsere Sünden stellvertretend am Kreuz gestorben ist, kaum noch Anerkennung. Wie könnte ein liebender Gott zulassen, dass sein Sohn auf eine solch grausame Art umgebracht wird? Und wenn es so wäre, wie könnte das Opfer eines einzigen Menschen so viel Wert haben, dass er eine ganze Menschheit rettet? Höchstens wird die Stellvertretung Jesu als die Fürbitte eines Gerechten vor Gott verstanden. Die folgende Argumentation habe ich zum größten Teil aus einer Artikelreihe von Greg Herrick: Introduction to Christian BeliefSalvation entnommen.

Historischer Überblick

Im Verlauf der Kirchengeschichte wurden eine Reihe verschiedener Ansichten über die theologische Bedeutung vom Tod Jesu aufgestellt.

Die Rekapitulations-Hypothese formulierte Irenäus (ca. 120 bis ca. 200). Nach seiner Ansicht vereinigt Christus alles Menschsein in sich dadurch, dass er alle Stadien des menschlichen Lebens durchlief, – ohne je der Versuchung zu erliegen, – dann starb und von den Toten auferstand. Von seinem Leben, Tod und seiner Auferstehung können daher alle profitieren, die durch den Glauben an ihm teilhaben. (mehr…)

Kategorien: Reformierte Heilslehre
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