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Mit den Tags ‘Heil’ versehene Einträge

Jesus, das Lamm Gottes

11 Apr 2009 · Kommentar schreiben

lammIn diesem Jahr feiert das jüdische Volk Pesach (Ostern) zu gleichen Zeit wie die Christen. Dabei erinnern sich die Söhne Israels dankbar an die großen Werke, die Gott vollbrachte, als Er sie aus Ägypten befreit hat. Wer kennt nicht die Geschichte der 10 Plagen, zumindest aus einer Verfilmung der Geschichte? Die Isareliten schlachten immer noch am Sederabend ein einjähriges, männliches Lamm und bedenken, dass dank dieses Opfers ihre Erstgeborene vor dem Todesengel verschont worden sind, im Gegensatz zu den Ägyptern.

In Johannesevangelium lesen wir über Jesus:

Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
Johannes 1, 29b

Was hat Johannes der Täufer im Kopf, wenn er diese Worte über Jesus sagt? Bevor ich diese Zeilen schreibe, habe ich gerade eine Predigt von einem katholischen Pfarrer gelesen. Dieser behauptet, dass Gott kein Gefallen an Opfern hat und deshalb den Tod seines Sohnes am Kreuz nie gewollt hat. Dort hätte Jesus freiwillig sein Leben geschenkt und dabei als Vorbild der Liebe dienen wollen. (mehr…)

Kategorien: Altes Testament · Biblische Theologie
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Was ist das Evangelium?

04 Apr 2009 · Kommentar schreiben

Diese Woche fand in Chemnitz die Großevangelisation ProChrist 2009 statt. Ziel dieser Veranstaltung, die jede 3 Jahre organisiert wird, ist die Verkündigung des Evangeliums. Wer versucht, die heutigen Menschen mit der Guten Nachricht zu konfrontieren, weiß zu gut, wie schwer es ist, in ein tiefes Gespräch über den Glauben verwickelt zu werden, in dem die Möglichkeit besteht, das Evangelium zu sagen. Aus diesem Grund ist es eine wunderbare Chance, wenn Menschen sich zu einer solchen Evangelisation einladen lassen. Ich war deshalb sehr gespannt, wie Ulrich Parzany die Heilsbotschaft nahe bringen würde.

Nun, ich muss sagen, ich bin bis heute eher enttäuscht worden. Zwar waren die Themen gut gewählt und der Evangelist Ulrich Parzany ist jemand, der Vertrauen und Sympathie aufweckt. Die Menschen wurde in der Tat eingeladen, zu Jesus zu kommen, aber ich bezweifle, dass viele das echte Evangelium gehört haben und sich bewusst entscheiden konnten. (mehr…)

Kategorien: Systematische Theologie
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Echte Bekehrung

22 Feb 2009 · Kommentar schreiben

repentanceDer amerikanische Prediger Paul Washer ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn er Jugendlichen das Evangelium verkündet. Der reformierte Baptist ist ein Befürworter der Rettung zur Herrschaft (Lordship Salvation) und predigt laut, dass eine echte Bekehrung zu Jesus Christus eine tiefgreifende Veränderung mit sich bringt. Wer sich eine Meinung über die Botschaft von Paul Washer bilden möchte, kann eine typische Botschaft von ihm auf YouTube anschauen: Es heißt Shocking Message.

Washer hat sich keine Freunde bei den modernen „Arminianern“ gemacht, die eine Rettung durch „kostenlose“ Gnade befürworten. Im Gegensatz zu ihm behaupten sie, dass Rettung nur eine Entscheidung voraussetzt und keine Buße. Was wird Paul Washer vorgeworfen? Auf der Website http://www.jesus-is-savior.com wird behauptet, dass er ein falscher Lehrer ist, weil er mit seinem Ruf zur Buße eine Werksgerechtigkeit predigt. (mehr…)

Kategorien: Glaubensleben · Reformierte Heilslehre
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What would Jesus do? Was würde Jesus tun?

10 Jan 2009 · 2 Kommentare

wwjdDer französische Theologe Pierre Abélard (Petrus Abaelard) lebte im Mittelalter. Abaelard ist nicht nur für seine verbotene Liebe zu Heloisa bekannt, sondern auch für seine besondere Christologie.

Abaelard wehrte sich vehement gegen die klassische Theologie (siehe dazu folgenden Artikel), wonach Jesus am Kreuz gestorben ist, um die Sünder durch sein Blut zu erkaufen. Er meinte, dass Jesus aufgrund seiner Hingabe für uns ein Vorbild ist. Es gibt keine größere Liebe als sein Leben für seine Freunde zu geben, hat Jesus einmal gesagt. In anderen Worten: Wir sollten den Heiland nachahmen.

Heute hat sich eine ähnliche theologische Richtung gebildet, die sich nicht auf das konzentriert, was Christus für uns getan hat, sondern auf das, was wir für ihn tun könnten. Diese Ansicht hat sich vor allem in den USA entwickelt, aber sie ist auch in Europa durch die Armbänder WWJD bekannt geworden: What would Jesus do? (mehr…)

Kategorien: Glaubensleben
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Soll ein Christ die 10 Gebote halten?

23 Nov 2008 · 3 Kommentare

10_geboteEs geht in diesem Artikel um die Frage, ob Christen die unter Gottes Gnade leben, noch an das Gesetz gebunden sind.

In vielen christlichen Kreisen hört man oft, dass ein Christ nicht mehr verpflichtet ist, die Gebote zu halten, weil das mosaische Gesetz abgeschafft wurde. In anderen christlichen Gruppen wird die Einhaltung der Gebote als eine wichtige Pflicht verstanden, obwohl bei ihnen die Rechtfertigung allein durch Gnade vertreten wird. In noch anderen Kreisen werden die menschlichen Fähigkeiten so hervorgehoben, dass man sich fragen kann, ob der Mensch noch Gottes Gnade bedarf.

Das Evangelium ist die gute Nachricht, dass wir ohne das Gesetz gerecht gesprochen werden

Die wichtigste Wiederentdeckung der Reformation ist, dass der Sünder allein durch Gnade gerechtfertigt wird, ohne dass er die Forderungen des Gesetzes erfüllen muss. Wenn man näher hinschaut, was Paulus sagt, ist diese Behauptung unbestreitbar:

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Römer 3, 28

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Kategorien: Reformierte Heilslehre
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Bundestheologie: Was ist damit gemeint?

06 Sep 2008 · Kommentar schreiben

Die Befürworter der Bundestheologie (auch Föderaltheologie genannt) haben ein Modell entwickelt, welches vorsieht, dass im Laufe der Heilsgeschichte Gott seine Beziehungen zu den Menschen im Rahmen von Bündnissen (oder Verträgen) gestaltet. Dies ist keine bloße Erfindung, sondern basiert auf festen biblischen Belegen.

Um diesen Gedanken zu verdeutlichen, kann zum Beispiel die Stelle von Jeremia 30, 22 erwähnt werden, wo Gott sagt:

Und ihr sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.

Gott hat nach dieser Theorie sechs Bündnisse mit den Menschen geschlossen:

  1. einen Bund mit Adam
  2. einen Bund mit Noah
  3. einen Bund mit Abraham
  4. einen Bund mit Mose
  5. einen Bund mit David
  6. einen Neuen Bund in Jesus Christus

Der erst genannte Bund basierte auf Werken; da er von Adam gebrochen wurde, können die Menschen nie wieder auf der Grundlage ihrer Werke Gott gefallen. (mehr…)

Kategorien: Reformierte Heilslehre
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Kann ein Christ verloren gehen?

26 Jul 2008 · 2 Kommentare

Der fünfte Punkt des Calvinismus spricht von der Beharrlichkeit der Heiligen. Damit wird unterstrichen, dass ein Christ, der durch die Wiedergeburt zu einem neuen Menschen geworden ist, dessen Sünden durch das kostbare Blut Christi gedeckt worden sind, seine Position als Kind Gottes nicht verlieren kann.

Diese Behauptung wirft viele Fragen auf: Was ist mit Heiligen gemeint? Was ist mit den Christen, die offensichtlich ihren Glauben abgeschworen haben? Treibt uns diese Lehre eventuell zur Faulheit?

Was ist ein Heiliger ?

Mit Heiligen sind keine Christen gemeint, die eine moralische Vollkommenheit erreicht hätten, wie die katholische Kirche es oft versteht, sondern einfach diejenigen, welche die Vergebung ihrer Sünden erfahren haben. Wenn die Bibel von einem Heiligen spricht, meint sie einen Sünder, den Gott erkauft hat und der seinem alten verkehrten Leben den Rücken gekehrt hat. (mehr…)

Kategorien: Reformierte Heilslehre
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Ist Jesus stellvertretend für uns gestorben?

14 Mai 2008 · Kommentar schreiben

Bei modernen Theologen findet die Lehre, dass Jesus für unsere Sünden stellvertretend am Kreuz gestorben ist, kaum noch Anerkennung. Wie könnte ein liebender Gott zulassen, dass sein Sohn auf eine solch grausame Art umgebracht wird? Und wenn es so wäre, wie könnte das Opfer eines einzigen Menschen so viel Wert haben, dass er eine ganze Menschheit rettet? Höchstens wird die Stellvertretung Jesu als die Fürbitte eines Gerechten vor Gott verstanden. Die folgende Argumentation habe ich zum größten Teil aus einer Artikelreihe von Greg Herrick: Introduction to Christian BeliefSalvation entnommen.

Historischer Überblick

Im Verlauf der Kirchengeschichte wurden eine Reihe verschiedener Ansichten über die theologische Bedeutung vom Tod Jesu aufgestellt.

Die Rekapitulations-Hypothese formulierte Irenäus (ca. 120 bis ca. 200). Nach seiner Ansicht vereinigt Christus alles Menschsein in sich dadurch, dass er alle Stadien des menschlichen Lebens durchlief, – ohne je der Versuchung zu erliegen, – dann starb und von den Toten auferstand. Von seinem Leben, Tod und seiner Auferstehung können daher alle profitieren, die durch den Glauben an ihm teilhaben. (mehr…)

Kategorien: Reformierte Heilslehre
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Die Lehre der bedingungslosen Erwählung

27 Apr 2008 · Kommentar schreiben

Die calvinistische Heilslehre wird in 5 Punkten zusammengefasst. Der zweite Punkt davon lautet: bedingunglose Erwählung.

Bedingungslose Erwählung heißt: Gott erwählt wen Er will und diese Entscheidung, die Er vor Grundlegung der Welt getroffen hat, hängt nicht von irgendwelchen Gehorsamsakten ab. Unter Gehorsamsakten wird auch der Glaube verstanden.

Diese Position wurde immer wieder kritisiert und viele empfinden sie als besonders ungerecht. Ich erwähne zum Beispiel Dave Hunt. In seinem Buch „What love is this?„, behauptet Hunt, was viele andere Christen nur leise denken: Gott wäre total grausam, wenn er die Möglichkeit hätte, alle Menschen zu erlösen und doch nur einige retten würde.

Die Lehre der bedingunglosen Erwählung ist schwer zu akzeptieren, das gebe ich zu. Dieser Mangel an Akzeptanz liegt zum einen an der Tatsache, dass wir uns schwer vorstellen können, dass jemand – sogar Gott – sich in unsere Privatsphäre einmischen könnte. Die Aufklärung hat dazu beigetragen, dass der moderne Mensch sich als autonome Persönlichkeit versteht. In Wirklichkeit zeigt uns die Heilige Schrift, dass unsere ganze Existenz von ihm abhängt: Denn in ihm leben, weben und sind wir (Apostelgeschichte 17, 28). (mehr…)

Kategorien: Reformierte Heilslehre
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Wer, sagt ihr aber, dass ich sei? Die Jesusdebatte

19 Apr 2008 · Kommentar schreiben

Immer wieder entfachen neue Publikationen eine heftige Debatte über die Person Jesu. Was wäre die Zeitschrift „Der Spiegel„, wenn sie nicht regelmäßig neue Erkenntnisse über ihn veröffentlichen würde. Unzählige Bücher – oft sehr unsachlich – sind in den letzten Jahrzehnten über Jesus geschrieben worden. Wer hat noch nicht den Bestseller „Sakrileg“ von Dan Brown gelesen? 2006 wurde sogar eine Verfilmung des Buches angeboten: „The Da Vinci Code – Sakrileg“. In dem Film wirkt sogar ein renommierter Schauspieler wie Tom Hanks mit.

In diesen eher kritischen Porträts wird meistens die Frage gestellt: ist der Jesus der Evangelien wirklich der historische Jesus, oder hat uns die Kirche etwas vorgemacht?

Meinungen wie Sand am Meer…

Die Debatte um die Person Jesu ist nicht neu. Vielleicht ist es sinnvoll, hier einen kleinen (und sicherlich nicht ausführlichen) Überblick zu geben.

Schon damals war der Mann aus Nazareth ein Ärgernis für die Führer des Volkes Israel. Für sie war Jesus ein Betrüger, weil er behauptete, der versprochene Messias zu sein. Da dieses Bild nicht ganz in ihre Vorstellung passte, ließen sie ihn durch die römischen Besatzer kreuzigen. Sein Grab wurde bewahrt, damit keiner seinen Leib entwendet, um behaupten zu können, er sei auferstanden. Wenn wir den Evangelien glauben, half diese Maßnahme aber nicht, so dass sie die römischen Soldaten bestechen mussten, um diesen Gerüchten um seine Auferstehung ein Ende zu setzen. (mehr…)

Kategorien: Systematische Theologie
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