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Mit den Tags ‘Gott’ versehene Einträge

Gott erkennen und sich selbst erkennen

04 Sep 2009 · Kommentar schreiben

Folgende Worte sagt Calvin in seiner Institutio I,1,1 :

All unsere Weisheit, sofern sie wirklich den Namen Weisheit verdient und wahr und zuverlässig ist, umfaßt im Grunde eigentlich zweierlei: die Erkenntnis Gottes und unsere Selbsterkenntnis. Diese beiden aber hängen vielfältig zusammen, und darum ist es nun doch nicht so einfach zu sagen, welche denn an erster Stelle steht und die andere aus sich heraus bewirkt.
Es kann nämlich erstens kein Mensch sich selbst betrachten, ohne sogleich seine Sinne darauf zu richten, Gott anzuschauen, in dem er doch „lebt und webt“ (Apg. 17,28). Denn all die Gaben, die unseren Besitz ausmachen, haben wir ja offenkundig gar nicht von uns selber. (mehr…)

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Warum lässt Gott Leid zu? Die Theodizeefrage

25 Feb 2009 · 1 Kommentar

leidGottfried Wilhelm Leibniz war glaube ich der Erste, der den Begriff Theodizee verwendet hat. Das tut er in seinem Buch „Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l’homme et l’origine du mal„. Der Begriff wird aus den griechischen Wörtern θεός (theós „Gott“) und δίκη (díke „Gerechtigkeit“) gebildet. Die Absicht von Leibniz war, die Aussagen des französischen Philosoph Pierre Bayle zu widerlegen (auf französisch!), der wegen seinem persönlichen Leidensweg behauptete, Gott sei entweder nicht allmächtig oder nicht gut. Das Problem der Theodizee besteht letztendlich in der Frage, wie die Existenz eines liebenden Gott sich mit der Existenz des Übels oder des Bösen vereinbaren lässt.

A. Die menschliche Antwort

Im Teil A wollen wir uns zunächst mit den verschiedenen Antworten auseinandersetzen, die die Philosophen im Laufe der Geschichte zu dieser Frage gegeben haben. Wer meint, die Bibel hat sowieso die bessere Antwort, kann sofort zum Teil B übergehen. (mehr…)

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Wer, sagt ihr aber, dass ich sei? Die Jesusdebatte

19 Apr 2008 · Kommentar schreiben

Immer wieder entfachen neue Publikationen eine heftige Debatte über die Person Jesu. Was wäre die Zeitschrift „Der Spiegel„, wenn sie nicht regelmäßig neue Erkenntnisse über ihn veröffentlichen würde. Unzählige Bücher – oft sehr unsachlich – sind in den letzten Jahrzehnten über Jesus geschrieben worden. Wer hat noch nicht den Bestseller „Sakrileg“ von Dan Brown gelesen? 2006 wurde sogar eine Verfilmung des Buches angeboten: „The Da Vinci Code – Sakrileg“. In dem Film wirkt sogar ein renommierter Schauspieler wie Tom Hanks mit.

In diesen eher kritischen Porträts wird meistens die Frage gestellt: ist der Jesus der Evangelien wirklich der historische Jesus, oder hat uns die Kirche etwas vorgemacht?

Meinungen wie Sand am Meer…

Die Debatte um die Person Jesu ist nicht neu. Vielleicht ist es sinnvoll, hier einen kleinen (und sicherlich nicht ausführlichen) Überblick zu geben.

Schon damals war der Mann aus Nazareth ein Ärgernis für die Führer des Volkes Israel. Für sie war Jesus ein Betrüger, weil er behauptete, der versprochene Messias zu sein. Da dieses Bild nicht ganz in ihre Vorstellung passte, ließen sie ihn durch die römischen Besatzer kreuzigen. Sein Grab wurde bewahrt, damit keiner seinen Leib entwendet, um behaupten zu können, er sei auferstanden. Wenn wir den Evangelien glauben, half diese Maßnahme aber nicht, so dass sie die römischen Soldaten bestechen mussten, um diesen Gerüchten um seine Auferstehung ein Ende zu setzen. (mehr…)

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