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Der Sündenfall
Die Historizität des Sündenfalls
Wenn wir uns mit dem Sündenfall befassen, dann müssen wir als allererstes fragen: Haben wir hier mit einem historischen Ereignis zu tun oder handelt es sich bei dem biblischen Bericht um ein Mythos? Haben Adam und Eva wirklich existiert oder sind sie nur als Urtypen der Menschheit zu deuten?
Wenn wir davon ausgehen, dass wir mit einem Mythos zu tun haben, dann werden wir schnell von theologischen Problemen überwältigt. Das geht so weit, dass wir irgendwann Lehren wie die Verderbheit des Menschen, die Realität der Sünde und die Notwendigkeit der Erlösung über Bord werfen müssen. Natürlich ist unter diesen Umständen ein gewisser Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes noch möglich, aber es stellt sich bald die Frage: Welche Berechtigung hätte dann die Menschwerdung Christi. Warum ist der Sohn Gottes Mensch geworden und wozu hat er sein Leben am Kreuz geopfert, wenn wir besser werden könnten und uns selbst retten würden? Read the rest of this entry
Darf ein Christ in die Disco?
Was für eine merkwürdige Frage? Sagt die Bibel doch etwas dazu?
Als Vater von jungen Erwachsenen, die oft von Freunden eingeladen werden, bin ich immer wieder mit dieser Frage konfrontiert und möchte deshalb hier ein Paar Denkanstöße geben.
Gute Gründe, um in die Disco zu gehen.
Viele Christen finden nichts schlimmes daran, tanzen zu gehen und Spaß mit guten Freunden zu haben. Sie wissen wohl, dass gewisse Gefahren auf sie lauern: Alkohol, sexuelle Versuchung… aber sie halten sich für stark genug, diesen Gefahren zu entgehen.
Man hört auch oft folgendes Argument: in einer Disco gibt es wunderbare Gelegenheiten über seinen Glauben zu reden. Ob Gott es auch so sieht und solchen Vorhaben seinen Segen schenkt?
Bessere Gründe, von der Disco ferne zu bleiben.
Zur Zeit des Neuen Testaments gab es in der griechischen Stadt Korinth Menschen, die sich für stark genug hielten, in einer gewissen “christlichen” Freiheit zu leben. Read the rest of this entry
Tattoos und Piercing
Warum lassen sich Menschen tätowieren oder Körperteile “piercen”? Eine einfache Antwort wäre: weil sie schön aussehen wollen. Man sollte aber weiter denken: ist es der wahre Grund dafür? Viele Psychologen sind der Meinung, dass Tattoos oder Piercings einem tieferen Drang entsprechen. Der Mensch möchte dadurch seine Persönlichkeit behaupten. Junge Leute wollen ein individuelles Bild von sich schaffen.
Viele Christen machen mit, weil sie ähnliche Wünsche haben. Auch sie spüren das Bedürfnis, ihre eigene Persönlichkeit zu entwicklen. Ich möchte hier folgende Frage stellen: darf ein Christ bei dieser Mode mitmachen?
Die alttestamentliche Verbote hatten religiöse Gründe
Man hört oft in “frommen” Kreisen folgende Antwort: das Alte Testament verbietet so etwas. Ich muss gestehen, dass die Aussagen des mosaischen Gesetzes ziemlich zutreffend sind:
Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundherum abschneiden noch euren Bart stutzen. Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch Zeichen einätzen; ich bin der HERR.
3 Mose 19, 27-28 Read the rest of this entry
Soll ein Christ die 10 Gebote halten?
Es geht in diesem Artikel um die Frage, ob Christen die unter Gottes Gnade leben, noch an das Gesetz gebunden sind.
In vielen christlichen Kreisen hört man oft, dass ein Christ nicht mehr verpflichtet ist, die Gebote zu halten, weil das mosaische Gesetz abgeschafft wurde. In anderen christlichen Gruppen wird die Einhaltung der Gebote als eine wichtige Pflicht verstanden, obwohl bei ihnen die Rechtfertigung allein durch Gnade vertreten wird. In noch anderen Kreisen werden die menschlichen Fähigkeiten so hervorgehoben, dass man sich fragen kann, ob der Mensch noch Gottes Gnade bedarf.
Das Evangelium ist die gute Nachricht, dass wir ohne das Gesetz gerecht gesprochen werden
Die wichtigste Wiederentdeckung der Reformation ist, dass der Sünder allein durch Gnade gerechtfertigt wird, ohne dass er die Forderungen des Gesetzes erfüllen muss. Wenn man näher hinschaut, was Paulus sagt, ist diese Behauptung unbestreitbar:
So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Römer 3, 28
