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Mit den Tags ‘Apologetik’ versehene Einträge

Bibel und Archäologie: Goliats Waffen

17 Apr 2009 · Kommentar schreiben

david-and-goliath

Ein gutes Beispiel, wie willkürlich die Bibelkritik manchmal mit der Heiligen Schrift umgeht, finden wir in diesem Artikel unter http://www.bibelwissenschaft.de. Dort steht zum Punkt 2.2. folgende Aussage:

Die Überlieferung von 2 Sam 21,19, wonach Goliat von Elhanan erschlagen worden sei, könnte den Ursprung der Goliatüberlieferung gebildet haben. Auf einer späteren Traditionsstufe wurde Elhanan durch David ersetzt, der sich ebenso wie jener durch Scharmützel und Kämpfe gegen die Philister hervorgetan hatte.

Wann sollte diese Textänderung stattgefunden haben? Viel später selbstverständlich. Viele bibelkritische Archäologen, wie zum Beispiel Israel Finkelstein („Keine Posaunen vor Jericho“, „David und Salomo“…) sehen für solche Geschichten als früheste Zeit das 7te Jahrhundert vor Christus (Deuteronomisches Geschichtswerk) an. (mehr…)

Kategorien: Altes Testament · Glaube und Wissenschaft
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Warum lässt Gott Leid zu? Die Theodizeefrage

25 Feb 2009 · 1 Kommentar

leidGottfried Wilhelm Leibniz war glaube ich der Erste, der den Begriff Theodizee verwendet hat. Das tut er in seinem Buch „Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l’homme et l’origine du mal„. Der Begriff wird aus den griechischen Wörtern θεός (theós „Gott“) und δίκη (díke „Gerechtigkeit“) gebildet. Die Absicht von Leibniz war, die Aussagen des französischen Philosoph Pierre Bayle zu widerlegen (auf französisch!), der wegen seinem persönlichen Leidensweg behauptete, Gott sei entweder nicht allmächtig oder nicht gut. Das Problem der Theodizee besteht letztendlich in der Frage, wie die Existenz eines liebenden Gott sich mit der Existenz des Übels oder des Bösen vereinbaren lässt.

A. Die menschliche Antwort

Im Teil A wollen wir uns zunächst mit den verschiedenen Antworten auseinandersetzen, die die Philosophen im Laufe der Geschichte zu dieser Frage gegeben haben. Wer meint, die Bibel hat sowieso die bessere Antwort, kann sofort zum Teil B übergehen. (mehr…)

Kategorien: Glaube und Wissenschaft · Systematische Theologie
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Ausgeklügelte Fabeln

31 Jan 2009 · 1 Kommentar

bibel-griechischViele liberale Theologen sehen in den Berichten des Neuen Testaments nur menschliche Erfindungen. Jesu Botschaft kann man nicht wirklich rekonstruieren und die Wunder, die man ihm zuschreibt, hätte er nie vollzogen. Die Evangelien hätten die Apostel beschönigt.

Sollte man glauben, dass Paulus dem auferstandenen Jesus begegnet ist? Wie kann man die plötzliche Bekehrung des großen 13. Apostels erklären? Saulus, ein überzeugter Verfolger der Gemeinde, wie kann er zu einem überzeugten Prediger der Guten Nachricht werden? Gerd Lüdemann hat seine Idee dazu: Paulus, der im Judentum bedeutungslos war, hat eine strategische Wende vollzogen und hat mit dem schlecht vermarkteten „Jesus“ eine Weltreligion gegründet.

Viele dieser modernen „Spezialisten“ stellen die Jünger Jesu entweder als Lügner oder skrupellose Fanatiker dar. In Wirklichkeit sind diese Ansichten nicht neu. Es gab bereits in der frühen Kirchen Menschen, die sie vertreten haben. (mehr…)

Kategorien: Glaube und Wissenschaft
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Bibeltreue und Irrtumslosigkeit der Schrift

11 Jun 2008 · Kommentar schreiben

In der Debatte um die Irrtumslosigkeit der Bibel wird von einigen evangelikalen Theologen versucht, eine neue Definition zur Bibeltreue zu formulieren. So behauptet zum Beispiel Gerhard Hörster, langjähriger Rektor am Theologischen Seminar des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden, dass es in der Bibel um die Beziehung zu dem lebendigen Gott geht und nicht um sachliche Richtigkeiten (Vgl. Markenzeichen „bibeltreu“. Die Bibel richtig verstehen, auslegen, anwenden. Brunnen, 1990). Damit ist klar, dass da wo man keine sachliche Richtigkeit findet, Gottes Wort auch nicht zu finden ist

Für diese Theologen (G. Hörster, Heinzpeter Hempelmann und andere) ist man nicht bibeltreu, wenn man an der Unfehlbarkeit der Bibel glaubt, sondern wenn man die Bibel gleichzeitig als Gottes Wort und Menschenwort betrachtet. (mehr…)

Kategorien: Systematische Theologie
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Adam, wo bist du? – Schöpfung vs. Evolution

20 Apr 2008 · Kommentar schreiben

Anfang April hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in der Schöpfungsfrage ihre Position erläutert.

Vielleicht erinnern wir uns an diese Auseinandersetzung, als ein Biologielehrer der August-Hermann-Francke-Schule in Gießen (D) in die Kritik geraten war. Dazu hatte sich die hessische Kultusministerin zu Wort gemeldet. Die Theologin Karin Wolff war dafür, dass eine offene und sachliche Diskussion über dieses Thema in den Schulen stattfinden sollte.

Jetzt aber bekennt sich die EKD zur Theistischen Evolution und lehnt den sogenannten biblischen Kreationismus klar ab. Wer ernst genommen werden will, darf die wissenschaftlich etablierte Evolutionstheorie nicht antasten. Jeder sollte auch verstehen, dass man die Sympathisanten des Kreationismus nicht ernst nehmen kann.

Nach der Meinung der EKD betreiben Mitarbeiter von kreationistischen Organisationen wie die Studiengemeinschaft Wort und Wissen“ nur Pseudowissenschaft. Manchmal frage ich mich: Würde man mit den Kreationisten zurück ins Mittelalter kehren, wie behauptet wird? Wird hier nicht der Kreationismus zur Zielscheibe einer modernen Inquisition? Mich stört auch, dass die EKD sich der theologischen Konsequenzen dieser Stellungnahme nicht ganz bewusst ist. (mehr…)

Kategorien: Glaube und Wissenschaft
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