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	<title>C h r i s t o z e n t r i s c h</title>
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		<title>C h r i s t o z e n t r i s c h</title>
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		<title>Die Taufe im Heiligen Geist</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 11:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gaben]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zur Entstehung der Pfingstbewegung im 20. Jahrhundert wurde kein großer Unterschied zwischen Empfang des Heiligen Geistes und Taufe im Heiligen Geist gemacht. Die Pfingstler haben dann die sogenannte Lehre der &#8222;zweiten Erfahrung&#8220; ins Leben gerufen. Nach diesem Standpunkt bekommt jeder Christ den Heiligen Geist bereits bei seiner Bekehrung, aber er braucht eine zweite Erfahrung, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=658&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Bis zur Entstehung der Pfingstbewegung im 20. Jahrhundert wurde kein großer Unterschied zwischen Empfang des Heiligen Geistes und Taufe im Heiligen Geist gemacht. Die Pfingstler haben dann die sogenannte Lehre der &#8222;zweiten Erfahrung&#8220; ins Leben gerufen. Nach diesem Standpunkt bekommt jeder Christ den Heiligen Geist bereits bei seiner Bekehrung, aber er braucht eine zweite Erfahrung, die sogenannte Taufe in dem Heiligen Geist, um mit bestimmten übernatürlichen Gaben ausgestattet zu werden. Bereits im 19. Jahrhundert hatte R. A. Torrey behauptet: &#8222;es ist eine Sache durch den Heiligen Geist geboren zu werden, es ist eine andere, im Heiligen Geist getauft zu werden.&#8220;</p>
<p>Wie wird diese Auffassung in den meisten Pfingstgemeinden begründet?</p>
<ul>
<li>In Johannes 20, 21-22 lesen wir folgende Worte: &#8222;Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: <em>Nehmt hin den Heiligen Geist</em>!&#8220; Zu diesem Zeitpunkt bekommen die Jünger Jesu den Heiligen Geist.<span id="more-658"></span></li>
<li>In Apostelgeschichte 1, 8, mehrere Tage  nach diesem ersten Ereignis, sagt Jesus zu seinen Jüngern: &#8222;&#8230;ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.&#8220; Warum spricht Jesus von einem zweiten Ereignis, wenn seine Jünger bereits den Heiligen Geist empfangen haben?</li>
<li>In der Praxis gibt es für die Pfingstler entschiedene Christen, die keine übernatürlichen Gaben wie das Zungenreden oder die Prophetie vorweisen können. Einziger Grund dafür: sie sind noch nicht in dem Heiligen Geist getauft worden und müssen nach dieser Erfahrung streben.</li>
</ul>
<p>In diesem Artikel möchte ich zeigen, dass eine derartige Position keine richtige Unterstützung in der Bibel findet. Darüber hinaus ist sie ungesund, weil sie Kinder Gottes beunruhigt, die nach übernatürlichen Begabungen streben, die nur Gott in seiner Gnade und zu seiner Zeit (<a href="http://christozentrisch.wordpress.com/2008/08/09/zeichen-und-wunder-damals-und-heute" target="_blank">siehe diesen Artikel</a>) erteilt.</p>
<h4>Die damaligen Pfingstereignisse waren einmalig.</h4>
<p>Einen Vergleich zwischen damals und heute herzuziehen, ist höchst spekulativ. Offensichtlich hat Gott seine Verheißungen in einer Art und Weise wahrgemacht, die heute nicht reproduzierbar ist. Meiner Ansicht nach begehen Pfingstler mit ihrer Lehre der Geistesgaben einen Fehler, wenn sie sagen, dass heute Gott seine Gaben genauso austeilt, wie Er sie damals ausgeteilt hat.  Ich möchte ein Beispiel geben, um zu zeigen, dass es nicht so ist.  In der Apostelgeschichte lesen wir, wie die Samariter zum ersten Mal den Heiligen Geist empfangen haben:</p>
<blockquote><p>Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist.<br />
Apostelgeschichte 8, 14-17</p></blockquote>
<p>Wir haben da einen sehr merkwürdigen Vorgang: die Apostel müssen den Neubekehrten aus Samaria die Hände auflegen, bevor sie den Heiligen Geist empfangen. Warum das? Weil nach Matthäus 16, 19 den Aposteln die Schlüssel des Himmelreichs durch Jesus anvertraut worden sind, und es war notwendig, dass Zeugen beglaubigen, dass der Heilige Geist auch Nicht-Juden geschenkt wird. Dass dieses wichtige Ereignis durch übernatürliche Zeichen bestätigt wird ist auch verständlich. Paulus bekräftigt, dass Zeichen und Wunder wichtige Merkmale des Apostelamts waren:</p>
<blockquote><p>Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.<br />
2 Korinther 12, 12</p></blockquote>
<h4>Empfang des Heiligen Geistes und Taufe im Heiligen Geist sind ein und dasselbe.</h4>
<p>Bereits im Alten Testament hatte der Herr seinem Volk versprochen:</p>
<blockquote><p>Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.<br />
Joel 2, 28-29 ( 3, 1-2)</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8230;ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben&#8230;<br />
Hesekiel 36, 25-26</p></blockquote>
<p>Die Wiedergeburt ist mit einem Wasserbad verglichen, bei dem der Heilige Geist das Herz eines Menschen erneuert. Die Taufe ist übrigens ein sichtbares Zeichen, das dieses unsichtbares Ereignis darstellen soll.</p>
<p>Eine entscheidende Stelle befindet sich in 1 Korinther 12, 12-13. Dort lesen wir:</p>
<blockquote><p>Denn wie der Leib &#8222;einer&#8220; ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch &#8222;ein&#8220; Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch &#8222;einen&#8220; Geist alle zu &#8222;einem&#8220; Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit &#8222;einem&#8220; Geist getränkt.</p></blockquote>
<p>Hier zeigt Paulus, dass <strong>alle</strong> die zum Leib Christi gehören, egal aus welcher Herkunft sie sind, durch den Heiligen Geist <strong>getauft</strong> worden sind. Wir sollen uns hüten, Unterschiede zu machen. Wir sind <strong>alle</strong> mit einem Geist getränkt. Die Idee ist, dass der Geist Gottes das Leben der Gläubigen &#8222;bewässert&#8220; (das ist die Bedeutung des griechischen Verbs <em>epostithemen</em>). Ohne diese Aktion vom Gottes Geist ist überhaupt kein geistliches Leben möglich.</p>
<p>Einige Verse weiter, im Vers 25, betont Paulus, dass wir keine Spaltung im Leib Christi hervorrufen sollen und deshalb für einander sorgen sollen. Gerade diejeinigen, welche die Christen in 2 Kategorien teilen wollen, diejenigen, die im geist getauft worden sind und die, die nicht getauft wurden, sorgen für Spaltungen.</p>
<p>Es bleibt ein letzter Punkt: Welcher Empfang des Geistes ist in Johannes 20, 22 gemeint? Ich denke, dass es sich dort um eine symbolische Handlung handelt. Ansonsten hätte Thomas, der nicht anwesend wäre, den Geist nicht empfangen. Jesus meint, durch sein Kommen erfüllt sich die Prophetie von Hesekiel 37, 5 wo steht:</p>
<blockquote><p>So spricht Gott der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch bringen, dass ihr wieder lebendig werdet.</p></blockquote>
<p>Die tatsächliche Erfüllung wird am Pfingsten stattfinden, denn da betont der Text &#8222;sie waren sie alle an einem Ort beieinander&#8220;.</p>
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		<title>Heidelberger Konferenz für reformierte Theologie</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/10/26/heidelberger-konferenz-fur-reformierte-theologie/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 20:21:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Calvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Heidelberger Konferenz für reformierte Theologie findet vom 27. bis zum 29. Oktober 2010 in Heidelberg statt. Sie will reformatorische Christen aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien, den USA sowie aus anderen Länder zusammenbringen.
Informationen findet man hier.

       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=821&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die <strong>Heidelberger Konferenz für reformierte Theologie</strong> findet vom 27. bis zum 29. Oktober 2010 in Heidelberg statt. Sie will reformatorische Christen aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien, den USA sowie aus anderen Länder zusammenbringen.</p>
<p>Informationen findet man <a href="http://www.heidelbergerkonferenz.info/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-824" title="heidelberg" src="http://christozentrisch.files.wordpress.com/2009/10/heidelberg.jpg?w=499&#038;h=140" alt="heidelberg" width="499" height="140" /></p>
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		<item>
		<title>Gott erkennen und sich selbst erkennen</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/09/04/gott-erkennen-und-sich-selbst-erkennen/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 16:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
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		<description><![CDATA[Folgende Worte sagt Calvin in seiner Institutio I,1,1 :
All unsere Weisheit, sofern sie wirklich den Namen Weisheit verdient und wahr und zuverlässig ist, umfaßt im Grunde eigentlich zweierlei: die Erkenntnis Gottes und unsere Selbsterkenntnis. Diese beiden aber hängen vielfältig zusammen, und darum ist es nun doch nicht so einfach zu sagen, welche denn an erster [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=813&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Folgende Worte sagt Calvin in seiner <a title="Institutio" href="http://www.calvin-institutio.de" target="_blank">Institutio</a> I,1,1 :</p>
<p>All unsere Weisheit, sofern sie wirklich den Namen Weisheit verdient und wahr und zuverlässig ist, umfaßt im Grunde eigentlich zweierlei: die Erkenntnis Gottes und unsere Selbsterkenntnis. Diese beiden aber hängen vielfältig zusammen, und darum ist es nun doch nicht so einfach zu sagen, welche denn an erster Stelle steht und die andere aus sich heraus bewirkt.<br />
Es kann nämlich erstens kein Mensch sich selbst betrachten, ohne sogleich seine Sinne darauf zu richten, Gott anzuschauen, in dem er doch „lebt und webt“ (Apg. 17,28). Denn all die Gaben, die unseren Besitz ausmachen, haben wir ja offenkundig gar nicht von uns selber.<span id="more-813"></span> Ja, selbst unser Dasein als Menschen besteht doch nur darin, daß wir unser Wesen in dem einigen Gott haben (nihil aliud &#8230; quam in uno Deo subsistentia)! Und zweitens kommen ja diese Gaben wie Regentropfen vom Himmel zu uns hernieder, und sie leiten uns wie Bächlein zur Quelle hin.<br />
Noch viel deutlicher aber wird gerade in unserer Armut der unermeßliche Reich-tum aller Güter erkennbar, der in Gott wohnt. Besonders zwingt uns der jämmer-liche Zerfall, in den uns der Abfall des ersten Menschen hineingestürzt hat, unsere Augen emporzurichten: hungrig und verschmachtend sollen wir von Gott erflehen, was uns fehlt, aber zugleich auch in Furcht und Erschrecken lernen, demütig zu sein. Denn der Mensch birgt ja in jeder Hinsicht eine Welt von Elend in sich, und seitdem wir der göttlichen Zier verlustig gegangen sind, macht eine beschämende Blöße unendlich viel Schande offenbar. Ist es aber so, dann muß ja notwendig jeder Mensch vom Bewußtsein seines heillosen Zustandes wenigstens zu irgendeinem Wissen um Gott getrieben werden: Wir empfinden unsere Unwissenheit, Eitelkeit, Armut, Schwachheit, unsere Bosheit und Verderbnis &#8211; und so kommen wir zu der Erkenntnis, daß nur in dem Herrn das wahre Licht der Weisheit, wirkliche Kraft und Tugend, unermeßlicher Reichtum an allem Gut und reine Gerechtigkeit zu finden ist. So bringt uns gerade unser Elend dahin, Gottes Güter zu betrachten, und wir kommen erst dann dazu, uns ernstlich nach ihm auszustrecken, wenn wir angefangen haben, uns selber zu mißfallen. Denn (von Natur) hat jeder Mensch viel mehr Freude daran, sich auf sich selber zu verlassen, und das gelingt ihm auch durchaus &#8211; solange er sich selber noch nicht kennt, also mit seinen Fähigkeiten zufrieden ist und nichts von seinem Elende weiß oder wissen will. Wer sich also selbst erkennt, der wird dadurch nicht nur angeregt, Gott zu suchen, sondern gewissermaßen mit der Hand geleitet, ihn zu finden.</p>
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		<item>
		<title>Die Schrift alleine</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/08/22/die-schrift-alleine/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 16:34:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fast alle protestantischen Kirchen, sowohl die evangelikalen als auch die evangelischen Kirchen,  berufen sich auf das Prinzip der Sola Scriptura. Was jedoch bedeutet der Begriff „Sola Scriptura“ eigentlich?
Eine einfache Antwort könnte lauten: die Heilige Schrift allein soll den Inhalt unseres Glaubens bestimmen.
Nur eine Kritik, die die Katholiken an uns richten, ist berechtigt: Wer bestimmt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=799&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="size-full wp-image-804 alignright" style="margin:3px;" title="Schrift" src="http://christozentrisch.files.wordpress.com/2009/08/schrift.jpg?w=273&#038;h=165" alt="Schrift" width="273" height="165" />Fast alle protestantischen Kirchen, sowohl die evangelikalen als auch die evangelischen Kirchen,  berufen sich auf das Prinzip der Sola Scriptura. Was jedoch bedeutet der Begriff „Sola Scriptura“ eigentlich?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Eine einfache Antwort könnte lauten: die Heilige Schrift allein soll den Inhalt unseres Glaubens bestimmen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nur eine Kritik, die die Katholiken an uns richten, ist berechtigt: Wer bestimmt, dass eure Interpretation der Bibel die richtige ist?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Für die Katholiken selbst ist diese Frage einfach zu beantworten: das ist die Kirche; sie garantiert, dass diese Interpretation korrekt ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Viele evangelische Christen würden möglicherweise heute folgende Antwort geben: der Heilige Geist garantiert, dass ich mich nicht irre. Diese Antwort geben aber beispielsweise auch die Mormonen und ich persönlich bin davon überzeugt, dass ihr Verständnis von der Bibel von meinem eigenem Verständnis sehr abweicht. Demnach ist diese Antwort nicht zufriedenstellend.<span id="more-799"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">Im Folgenden ist es notwendig, dass wir 2 wichtige Fragen beantworten.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><strong>1. Genügt die Bibel bei allen Fragen des Glaubens?</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">Man spricht dabei von materieller und formeller Suffizienz (Genügsamkeit der Schrift).</p>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom:0;">Materielle Suffizienz bedeutet, 	dass die Bibel alle Themen behandelt, die für den Glauben notwendig 	sind. Die römisch-katholische Kirche unterschreibt auch die 	materielle Suffizienz der Schrift. Eine Bibelstelle hierzu befindet 	sich in 2 Tim.3, 16-17: <em>Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom:0;">Formelle Suffizienz (Klarheit der 	Schrift) dagegen heißt, dass die Schrift deutlich genug ist, so 	dass jeder sie verstehen kann. Damit ist nicht gemeint, wie viele 	glauben, dass man alles in der Bibel verstehen kann, sondern dass 	auch Menschen mit schlichtem Geist das Wesentliche verstehen können, 	das zum Heil notwendig ist. Dafür ist die Leitung der Kirche nicht 	notwendig. Dies wird von den Katholiken bestritten. Sie sagen, dass 	die Leitung der Kirche unentbehrlich sei.</p>
</li>
</ul>
<p style="margin-bottom:0;"><strong>2. Wer hat die Autorität die Bibel auszulegen?</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">Protestanten sagen über die  Bibel, sie ist <em>norma normans</em>, das bedeutet die Norm, die alles andere normiert. Die Tradition der Kirche dagegen sollte <em>norma normata</em>, das heißt von der Bibel normiert<span style="background:transparent none repeat scroll 0 0;"> sein.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie soll diese Normierung durch die Schrift geschehen?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir behaupten: durch das Prinzip der <em>regula fidei</em> oder der Norm des Glaubens. Dadurch erweist sich ein erneutes Problem: Was ist die <em>regula fidei</em>?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Für die ersten Kirchenväter wie Irenäus, die gegen Irrlehrer zu kämpfen hatten, ist die <em>regula fidei</em> nicht die Bibel selbst (die Irrlehrer beriefen sich auch auf die Schrift), sondern wie die Kirche die Bibel bisher verstanden hat (die apostolische Tradition und die Bekentnisse also). Irenäus verstand dennoch die Tradition als die Art, wie die Kirche seiner Zeit die Apostellehre auslegte und nicht als eine Instanz, die zu der Bibel noch etwas hinzufügen konnte, wie die katholische Kirche es später eingeführt hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Bei der Frage des Kanons sagen die Katholiken: Wer hat festgelegt, was die Bibel beinhaltet? Ist es nicht die Kirche? Ja, würde man sagen, aber die Väter haben sich damals nicht als Instanz über die Schrift gestellt, sondern die Bücher aufgenommen, die bereits allgemein anerkannt waren. Genau wie bei dem Alten Testament (welches Israel anvertraut wurde) glauben wir, dass die Vorsehung Gottes dafür gesorgt hat, dass wir die richtigen Bücher haben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nun ist es so, dass viele Evangelikale sagen, die Bibel sei alleine <em>regula fidei. </em><span style="font-style:normal;">Wenn es so wäre, welche Garantie hätte ich dann, dass ich diese Norm richtig auslege? Sie berufen sich deshalb auf das Prinzip der Klarheit der Bibel. Wir haben aber gesehen, dass so etwas nicht gemeint ist. Petrus sagt zum Beispiel:</span></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;"> &#8230;die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die anderen Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. 2 Petrus 3, 15-16</span></p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom:0;">Daher haben die reformierten Kirchen eine besondere Definition der <em>regula fidei</em> entwickelt:</p>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom:0;">Die Schrift ist die einzige 	<em>unfehlbare</em> Norm des Glaubens. Dagegen können die Menschen 	irren und sind deshalb fehlbar.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;">Die Bibel muss aber im Rahmen der 	Kirche ausgelegt werden. Die Tradition ist insoweit auch wichtig, 	aber sie soll nur als ein hermeneutisches Prinzip helfen und keine 	neuen Lehren hinzufügen. Interessanterweise beriefen sich Luther 	und Calvin immer auf die Kirchenväter, als sie <span style="background:transparent none repeat scroll 0 0;">problematische </span>Fragen behandelten. Das sollte auch für uns ein Richtwert 	sein.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;">Unerlässlich sind Bekenntnisse. 	Sie helfen uns, die Glaubensinhalte zusammen zu fassen und dienen 	als Bezugspunkte bei der Auslegung der Bibel.</p>
</li>
</ul>
<p style="margin-bottom:0;">Im Grunde genommen habe ich nie die Garantie, dass ich die Schrift immer richtig auslegen kann, aber wenn ich mich auf<span style="background:transparent none repeat scroll 0 0;"> diese genannten Prinzipien v</span>erlasse, werde ich höchstwahrscheinlich richtig liegen.</p>
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		<title>Humanitäre Hilfe und Mission</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 15:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem hat ein Fernseh-Beitrag des ZDF (Frontal 21 vom 4. August 2009) die Aufmerksamkeit von vielen erregt. Dabei wurde die Frage gestellt, ob evangelikale Mission die Arbeit humanitärer Organisationen in nicht-christlichen Ländern nicht erschweren würde? In anderen Worten: Ist das, was diese Gruppierungen machen, nicht eher Unfug, so dass sie lieber Platz für wichtigere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=786&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vor kurzem hat ein Fernseh-Beitrag des ZDF (Frontal 21 vom 4. August 2009) die Aufmerksamkeit von vielen erregt. Dabei wurde die Frage gestellt, ob evangelikale Mission die Arbeit humanitärer Organisationen in nicht-christlichen Ländern nicht erschweren würde? In anderen Worten: Ist das, was diese Gruppierungen machen, nicht eher Unfug, so dass sie lieber Platz für wichtigere Aufgaben machen sollten?</p>
<p>Zunächst müssen wir definieren, was unter Mission vestanden wird. Wenn eine katholische Organisation wie die Caritas evangelikale Werke kritisiert, weil sie neben ihrem (pseudo)humanitären Einsatz Menschen aus anderen Religionen &#8222;bekehren&#8220; wollen, versteht sie Mission eher als einen guten Dienst an die Menschen. Darunter verbirgt sich selbstverständlich ein bestimmtes theologisches Verständnis: Mission, genauer gesagt Diakonischer Dienst, ist vor allem ein Liebeserweis an die Menschen.<span id="more-786"></span> In dem Leitbild der Caritas stehen folgende Sätze:</p>
<blockquote><p>Gott ist ein Gott der Liebe; er befähigt zu Liebe und ruft zum Helfen&#8230;Jesus von Nazaret hat in einmaliger Weise die Botschaft vom mitsorgenden und mitleidenden Gott verkündet. Er hat diese Botschaft                   vorgelebt und zur unbedingten Nachfolge aufgerufen.</p></blockquote>
<p>Für die Caritas ist leider die einzige Motivation diese; in deren Leitbild steht kein Platz für eine Gute Nachricht, die von Gottes Gerechtigkeit und Vergebung der Sünde spricht.</p>
<p>Für viele evangelikalen Werke hat leider Mission eine genauso schmalspurige Bedeutung: es geht oft darum, einen kleinen Trip ins Ausland zu machen und dabei ein Paar Traktate zu verteilen. Wie die Menschen mit ihren leiblichen Problemen umgehen ist nicht ihre Verantwortung. Die Kritik an bestimmten Missionswerken, die in dem ZDF-Beitrag formuliert wurde, dass sie mit unseriösen Argumenten werben, ist leider gerechtfertigt. Zum Glück sind nicht alle christlichen Organisationen so gesinnt.</p>
<p>In den Augen Jesu hat Mission eine besondere Dimension. Es ist vor allem der Auftrag, den die Apostel angefangen haben und die Kirche als Leib fortsetzen soll. Es geht primär um die Evangelisation der Welt, und Evangelisation ist Aufgaben von gesandten und ausgebildeten Predigern. Dass einzelne Christen diesen Auftrag alleine erfüllen wollen, liegt darin, dass die Kirche Jesu diesen wichtigen Auftrag vernachlässigt hat.</p>
<p>Bei dem Missionsauftrag geht es auch um Prioritäten:</p>
<p>1. In erster Linie müssen die verlorenen Menschen die Gute Nachricht erfahren;</p>
<p>&#8230;denn was hilft es ihnen, wenn ihr irdisches Leben erleichtert wird, sie aber müssen irgendwann Gottes Gericht fürchten. Die Bibel ist ganz klar: der Mensch ist liebenswürdig, aber er bleibt ein Sünder.</p>
<blockquote><p>Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.<br />
Johannes 3, 36</p></blockquote>
<p>2. In zweiter Linie beinhaltet auch der Auftrag der Kirche einen Liebesdienst an die Menschen. Dieser Dienst kann wohl neben der Arbeit von anderen nicht-christlichen philanthropischen Organisationen getätigt werden.</p>
<p>Jakobus betont in seinem Brief:</p>
<blockquote><p>Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat &#8211; was könnte ihnen das helfen? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.<br />
Jakobus 2, 15-17</p></blockquote>
<p>Wir sehen zum Beispiel, dass Paulus immer an die Bedürfnissen der Armen gedacht hat und eine Spendenaktion für die Armen in Jerusalem organisiert hat: In Römer 15, 25-26 sagt er:</p>
<blockquote><p>Jetzt aber fahre ich hin nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen. Denn die in Mazedonien und Achaja haben willig eine gemeinsame Gabe zusammengelegt für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem.</p></blockquote>
<p>In diesem Zusammenhang ist neben der Evangelisation eine diakonische Tätigkeit auch gerechtfertigt. Auch Sie ist Aufgabe der Kirche, insbesondere der örtlichen Kirche (wenn sie bereits existiert), wie wir es in Apostelgeschichte 6, 2-3 sehen:</p>
<blockquote><p>Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen. Darum, ihr lieben Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst.</p></blockquote>
<p>Ob Mission in der heutigen Gesellschaft so verstanden wird ist fraglich. Aber die Kirche Jesu soll sich nicht an Umfragen orientieren und sich nicht an Trends anpassen.</p>
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		<title>Johannes Calvin zum 500. Geburtstag</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/07/11/johannes-calvin-zum-500-geburtstag/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 17:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Calvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir feiern 2009 den 500. Geburtstag von Johannes Calvin.
Geboren ist Calvin in Noyon, in der Picardie, am 10. Juli 1509. Anfangs hatte Calvins Vater beabsichtigt, seinen Sohn Theologie studieren zu          lassen. Doch er ändert seinen Plan          und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=697&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignleft size-full wp-image-11" style="margin:3px;" title="Johannes Calvin" src="http://christozentrisch.files.wordpress.com/2008/04/joh_calvin.jpg?w=210&#038;h=260" alt="Johannes Calvin" width="210" height="260" />Wir feiern 2009 den 500. Geburtstag von Johannes Calvin.</p>
<p>Geboren ist Calvin in Noyon, in der Picardie, am 10. Juli 1509. Anfangs hatte Calvins Vater beabsichtigt, seinen Sohn Theologie studieren zu          lassen. Doch er ändert seinen Plan          und lenkt ihn hin in Richtung Jura. Calvin beginnt vermutlich 1528 das          Jurastudium in Orléans, einer damals sehr berühmten Fakultät.          Er arbeitet verbissen und eifrig, lernte in wenigen Monaten Griechisch          und lässt sich immer mehr von humanistischen Idealen beeinflussen.          1529 verlässt Calvin Orléans und studiert weiter in Bourges          bei dem berühmten Juristen Alciat.<br />
Nach dem Tod seines Vaters (1531) geht Johannes Calvin nach Paris; er ist jetzt          unabhängig und widmet sich neben seinen juristischen vor allem literarischen          Studien.</p>
<p>Der Mediziner Nikolaus Cop, Rektor der Pariser Universität, an der          auch Calvin studiert, hält am 1. November 1533 in der Kirche des          Mathurins eine Ansprache zur Semestereröffnung. Diese Ansprache,          eine Auslegung der Seligpreisungen aus der Bergpredigt, ist inhaltlich          ein Lob auf das Evangelium, Cop bekennt sich also zur Reformation. Die          Franziskaner, in deren Kirche die Rede gehalten wird, bezichtigen Cop          umgehend der Häresie, und einige Wochen nach der Rede flieht Cop          aus Paris in seine Heimatstadt Basel. Sehr kontrovers wird in der Calvin-Forschung          diskutiert, ob Cops Rede zum Teil jedenfalls von Calvin stammt. Wenn das          stimmt, wäre Calvin schon im Herbst 1533 reformatorischer Gesinnung          gewesen.<span id="more-697"></span></p>
<p>Im Oktober 1534 findet in Paris die sogenannte Plakataffäre statt.          Plakate gegen die Messe werden öffentlich ausgehängt; daraufhin          werden die &#8222;Lutheraner&#8220;, wie man die reformatorisch Gesonnenen          bezeichnet, als Urheber dieser Verschwörung gegen die öffentliche          Ordnung und die Religion benannt. Calvin hatte im Vorfeld der Plakataktion          Aufmerksamkeit dadurch erregt, dass er sich offen zum evangelischen Glauben          bekannt und auch tatkräftig dafür geworben hatte. Calvin hat wahrscheinlich im Jahr 1534 eine &#8222;conversio&#8220; erlebt, eine Hinwendung zum Evangelium, die ihn zu deutlichen Konsequenzen veranlasst. Jedenfalls:          Calvin flieht auch aus Paris und sucht nach einem ruhigen Aufenthaltsort,          um seine Studien fortsetzen zu können. Er beabsichtigt, einen Katechismus          für die französisch sprechenden Evangelischen zu schreiben.          So verzieht er in den ersten Wochen des Jahres 1535 nach Basel.</p>
<p>In Basel lebt Calvin unter einem Pseudonym &#8222;Lucianus&#8220;,          einem Anagramm aus Calvinus. Er arbeitet weiter an einem evangelischen          Katechismus für die französischen Reformierten, und im August          1535 schließt er sein Werk ab; gedruckt liegt es im März 1536          vor. Neben der Abfassung seines Katechismus, den er &#8222;Institutio christianae          religionis&#8220; (Unterricht in der christlichen Religion) nennt, studiert          er weiter die Bibel, Werke Martin Luthers und Philipp Melanchthons und          auch Martin Bucers. Spätestens hier lernt er hebräisch und liest          auch die Scholastiker; er muss ein ungeheures Arbeitspensum absolviert          haben.<br />
Im April 1536, gleich nachdem seine Institutio erschienen ist, reist Calvin          nach Paris und trifft seine Geschwister wieder. Dann will er weiter nach          Straßburg reisen, wo er Bucer und andere treffen will. Aber: Den          direkten Weg kann Calvin nicht nehmen, weil zwischen König Franz          I. von Frankreich und dem Kaiser Karl wieder einmal Krieg herrscht. Und          so reist er über Lyon und Genf. Das hat Folgen. Dort trifft er Wilhelm Farel, der ihn überzeugt, in Genf zu bleiben, um dort am Aufbau der evangelischen Gemeinde zu arbeiten.</p>
<p>Die Wahlen          von 1538 hatten der Opposition die Mehrheit gebracht, und der neue Rat          verbietet es Calvin und Farel, am Ostersonntag zu predigen. Calvin und          Farel setzen sich über das Gebot hinweg, daraufhin werden sie ihres          Amtes enthoben und müssen innerhalb von drei Tagen die Stadt verlassen.</p>
<p>Farel reist nach Neuchâtel und Calvin nach Straßburg, weil Martin Bucer und Wolfgang Capito ihn gebeten haben, dort die französische Flüchtlingsgemeinde zu betreuen.Calvin wird also Pastor und baut seine Gemeinde nach Straßburger Vorbild auf, übernimmt die Gottesdienstordnung          der Straßburger und gestaltet sie nur unwesentlich um. Daneben aber          hat er an der neugegründeten Hochschule einen Lehrstuhl für          Exegese inne, wo er das Johannesevangelium und dann einige Paulusbriefe          auslegt; seine Kommentare sind auch gedruckt worden.Vor allem arbeitet er an einer neuen Ausgabe seiner Institutio, die 1539          erscheint. War es vorher eher ein ausführlicher Katechismus gewesen, ist es jetzt ein          eigenständiges umfangreiches Lehrbuch der Dogmatik.<br />
Die Straßburger Zeit ist ausgefüllt. Jede Woche hält er          vier Predigten, seine Vorlesungen, arbeitet seine Bücher aus und          unternimmt auch noch mehrere Reisen, um an Religionsgesprächen teilzunehmen,          etwa 1539 in Frankfurt am Main, wo er die Bekanntschaft mit Melanchthon macht.</p>
<p>Man denkt in seiner Umgebung auch daran, ihn zu verheiraten; von allein          scheint ihm der Gedanke nicht gekommen zu sein. Zwei Versuche scheitern.          Endlich willigt Calvin ein, Idelette de Bure zu heiraten. Sie ist die          Witwe eines Wiedertäufers, den er selbst bekehrt hatte. 1540 kommt        Farel aus Neuchâtel angereist, um beide zu trauen.</p>
<p>Nach schweren Unruhen in Genf bewegen die Reformierten einen Teil der Gegner zur Einsicht, dass die          Ordnung nur wieder hergestellt werden könne, wenn Calvin so schnell          wie möglich zurückgerufen werde. Am 20. Oktober 1540 macht sich          eine Gesandtschaft aus Genf nach Straßburg auf, um Calvin zur Rückkehr          nach Genf zu bewegen. Calvin zögert &#8211; und lehnt ab. Auch Farel stellt          sich in den Dienst der Genfer und sucht Calvin zu überreden, ohne          Erfolg. Bucer will Calvin gerne in Straßburg behalten. Der ganze          Werbungsversuch dauert insgesamt mehr als ein halbes Jahr, und schließlich          willigt Calvin ein, für einige Wochen zurückzukehren. Am 13.          September 1541 kommt Calvin wieder in Genf an, jedoch entgegen seiner          Planung nicht nur für einige Monate, sondern für den Rest seines          Lebens.</p>
<p>Im Jahre 1549 wird Idelette de Bure sterben; aus der Ehe entstammte übrigens ein Sohn, der aber kurz nach der Geburt verstarb. Idelette wird sich nie wirklicherholen.</p>
<p>Zu den Schatten von Calvins Leben gehört der Prozess gegen Michael Servet. Der spanische Arzt schreibt ein größeres          Werk, in dem er das Christentum auffordert, zu seinen reinen Wurzeln zurückzukehren:          Kirchenväter, Römische Kirche und auch die Reformatoren haben          das Evangelium verfälscht. Die Lehre der Dreieinigkeit ist Unsinn. Die Geschöpfe sind Ausfluss, Emanationen          des Göttlichen; Sünden gibt es erst ab dem Alter von 20 Jahren,          und man kann sie mit bestimmten Mitteln (Taufe, Abendmahl, gute Werke)          auslöschen. Nun will dieses Buch keiner drucken. So wendet          er sich an einen protestantischen Drucker in Lyon, aber der will es auch          erst nach einem Gutachten von Calvin drucken. Calvin widerlegt Servet und rät ihm, bestimmte Passagen der Institutio          zu lesen. Aber Servet will sich nicht belehren lassen. Er antwortet Calvin          und schickt ihm ein von ihm rezensiertes Exemplar von Calvins Institutio          zurück, mit einem beleidigenden Begleitbrief. 1553 gelingt es Servet dann doch, sein Buch drucken zu lassen. Er wird sofort von der katholischen Inquisition verfolgt. Auf dem Weg nach Neapel findet Servet Zuflucht am 13. August 1555 in Genf. Aber dort wird er festgenommen. Der Magistrat ergreift          sofort gegen Servet Partei, was Calvin so gar nicht erwartet hatte. Ja          noch mehr: Der Rat der Stadt macht sich die Anklage wegen schweren Häresie selber zu eigen. Calvin hat am Tode Servets indirekt mitgewirkt, ihn          freizusprechen von einer Schuld hieße, Unrecht gut zu heißen. Er hat auch, indem er          die Briefe weitergab, am Prozess mitgewirkt. Er hat nicht versucht, den          Rat aufzuhalten, was er aber ohnehin kaum gekonnt hätte. Er trägt          einen deutlichen Anteil der Schuld am Tode Servets &#8211; nicht mehr. Aber man wird nicht sagen können, dass es ein Verfahren Calvins gegen          Servet war. Keine andere Stadt hätte anders gehandelt.</p>
<p>Im Jahre 1559 gründet Calvin in Genf die Akademie          mit drei Lehrstühlen: Griechisch, Hebräisch und Philosophie.          Die Akademie ist die Ausbildungsstätte für viele Theologen,          die sich der Reformation angeschlossen haben und dann zu Reformatoren          ihres Landes werden; die Wirkung kann gar nicht überschätzt          werden. So studieren etwa John Knox aus Schottland in Genf und viele andere          aus vielen Ländern dort. Die Akademie kann als Krönung des Werks          von Calvin gelten: hier bekommt die Schriftauslegung als zentrales Anliegen          Calvins ihren organisierten Raum.</p>
<p>Im          gleichen Jahr erscheint die letzte Überarbeitung der Institutio.          Sie ist jetzt ein dickes Lehrbuch mit vier Büchern und 24 Kapiteln          und gehört zu den großen dogmatischen Werken der evangelischen          Theologie.</p>
<p>Wohl aufgrund seiner zu großen Arbeitsmühe          in seinem Leben wird Calvin, der eine Fülle von Krankheiten durchlebt          hatte, immer schwächer. Am 2. Februar 1564 hält er seine letzte          Vorlesung in der Akademie, am 6. Februar seine letzte Predigt. Am 27.          Mai 1564 stirbt Calvin in Genf. Am 28. Mai wird er ohne Pomp beigesetzt          und sein Grab erhält auf eigenen Wunsch keinen Grabstein. So weiß          heute keiner mehr, wo genau Calvin begraben liegt.</p>
<p>aus http://www.calvin09.org/</p>
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		<title>Jesus im A.T.: der Engel des Herrn</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/06/04/jesus-im-a-t-der-engel-des-herrn/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Heilsgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Alten Testament begegnen wir oft einer rätselhaften Figur: dem sogenannten Engel des Herrn. Warum wird in den meisten Übersetzungen dieser Engel nicht einfach EIN Engel des Herrn genannt? Warum spricht dieser Bote oft mit einer solchen Autorität, als ob er selbst Gott wäre?
Lasst uns einige Stelle anschauen, wo von diesem Engel die Rede ist!
Als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=653&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="size-full wp-image-768 alignright" style="margin:5px;" title="engel des herrn" src="http://christozentrisch.files.wordpress.com/2009/06/engel-des-herrn.jpg?w=203&#038;h=284" alt="engel des herrn" width="203" height="284" />Im Alten Testament begegnen wir oft einer rätselhaften Figur: dem sogenannten Engel des Herrn. Warum wird in den meisten Übersetzungen dieser Engel nicht einfach EIN Engel des Herrn genannt? Warum spricht dieser Bote oft mit einer solchen Autorität, als ob er selbst Gott wäre?</p>
<p>Lasst uns einige Stelle anschauen, wo von diesem Engel die Rede ist!</p>
<p>Als Hagar  Saras Dienerin und Abrahams Nebenfrau auf der Flucht vor ihrer Herrin war, begegnet sie dem Engel, der zu ihr sprach:</p>
<blockquote><p>Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.<br />
1 Mose 16, 10</p></blockquote>
<p>Sie nannte ihn den Gott, der mich sieht (El Roi)<span id="more-653"></span></p>
<p>Als Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte, wie Gott ihm befohlen hatte, rief ihn der Engel des Herrn und sprach:</p>
<blockquote><p>Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.<br />
1 Mose 22, 11</p></blockquote>
<p>Dieser Engel spricht auch zu Jakob im Traum und sagt:</p>
<blockquote><p>Ich bin der Gott, der dir zu Bethel erschienen ist, wo du den Stein gesalbt hast, und du hast mir daselbst ein Gelübde getan.<br />
1 Mose 31, 13</p></blockquote>
<p>Am Ende seines Lebens, wenn er die Söhne Josefs segnet, bittet Jakob diesen Engel, der solle die Knaben segnen. Über diesen Engel sagt er, er sei bis zum heutigen Tag sein Hirte gewesen (1 Mose 48, 15-16)</p>
<p>Den Engel des Herrn finden wieder in der Wüste Sinais, wo Mose die Schafe seines Schwiegervaters hütete. Er erscheint Mose  in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. (2 Mose 3, 2). Aus diesem Dornbusch hört Mose eine Stimme, die sagt:</p>
<blockquote><p>Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.<br />
2 Mose 3, 6</p></blockquote>
<p>Der Engel erscheint Bileam, der sich auf den Weg gemacht hatte, um das Volk Israel zu verfluchen und spricht zu ihm:</p>
<blockquote><p>Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn dein Weg ist verkehrt in meinen Augen.<br />
4 Mose 22, 32</p></blockquote>
<p>In Richter 2 erscheint wieder der Engel des Herrn und redet zu dem Volk Israel:</p>
<blockquote><p>Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und ins Land gebracht, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe, und gesprochen, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich.</p></blockquote>
<p>Der Engel erscheint auch Gideon (Richter 6) und befiehlt ihm ein Opfer darzubringen. Nachdem Gideon es getan hat, streckt der Engel seinen Stab aus und verzehrt das Opfer durch Feuer.</p>
<p>Wir könnten noch viele Stellen zitieren, wo dieser merkwürdige Engel erscheint. In der Kirchentradition wurde dieser Engel fast immer mit Jesus Christus identifiziert.</p>
<p>Nun bemerken einige, dass wir den Begriff  &#8222;der Engel des Herrn&#8220; in manchen Übersetzungen, darunter in der Lutherübersetzung, auch im Neuen Testament nach der Geburt Christi finden. In der Lutherübersetzung erscheint dieser Engel Josef und befiehlt ihm, Maria als Frau zu nehmen (Matthäus 1, 20), dann als Herodes das Kind töten will, nach Ägypten zu fliehen (Matthäus 2, 13). Es ist auch <em>der </em>Engel des Herrn, der bei der Auferstehung Jesu den Stein wegrollt (Matthäus 28, 2). Ist es nicht ein klarer Beweis, dass dieser Engel nichts mit Jesus zu tun hat?</p>
<p>Nichts in dem griechischen Urtext erlaubt uns eine solche Unterscheidung zu machen. Es steht einfach: &#8222;siehe Engel des Herrn&#8220; (idou aggelos kuriou). Hier hat die Lutherbibel (wie die alte King James übrigens) willkürlich übersetzt. Es handelt sich nicht um &#8222;den&#8220;, sondern um &#8222;einen&#8220; Engel. Einige Kommentatoren (wie W. G. MacDonald) haben auch gemerkt, dass dies auch für das hebräische Alte Testament gilt.</p>
<p>Wir denken, dass der Engel des Herrn zumindest in den Bibelstellen, die wir erwähnt haben, der Sohn Gottes ist, weil er Eigenschaften Gottes auf sich anwendet, nicht weil der Text eine grammatikale Besonderheit aufweist:</p>
<ul>
<li>Er wird als Gott wahrgenommen</li>
<li>Er spricht als ob er Gott wäre</li>
<li>Er befiehlt Dinge aus eigener Autorität</li>
<li>Er vergibt Sünden</li>
<li>Er handelt als Richter</li>
<li>Er nimmt Anbetung an</li>
<li>Er tröstet</li>
<li>Er gibt Verheißungen</li>
</ul>
<p>Es ist erstaunlich, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, im Neuen Testament auch so gehandelt hat.</p>
<p>Er sagt in Johannes 14, 9 : Wer mich sieht, der sieht den Vater! In Johannes 10, 30: Ich und der Vater sind eins. In Matthäus 8, 26 steht er auf im Boot und bedroht den Wind und das Meer. Da wurde es ganz stille. Er heilt und vergibt die Sünden (Markus 2, 5). In Offenbarung 19 kommt er als Richter. In Johannes 20, 28 wird er von Thomas als Gott angebetet. Im Matthäus 11, 28-39 tröstet er die Mühseligen und Beladenen. In Johannes 14 verheißt er seinen Jünger einen Platz im Himmel.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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		<item>
		<title>Reformiert oder Christ?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 16:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Calvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Glaubst du an Jesus oder an Johannes Calvin? Ist dir vielleicht die Institutio wichtiger als die Bibel? Bist du Reformiert oder Christ?
Leider erwecken oft reformierte Christen den Eindruck, dass ihre Bekenntnisse und die Bücher ihrer Lieblingstheologen einen höheren Platz einnehmen als die Bibel selbst. Ich war vor wenigen Tagen in ein Gespräch verwickelt, bei welchem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=757&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Glaubst du an Jesus oder an Johannes Calvin? Ist dir vielleicht die Institutio wichtiger als die Bibel? Bist du Reformiert oder Christ?</p>
<p>Leider erwecken oft reformierte Christen den Eindruck, dass ihre Bekenntnisse und die Bücher ihrer Lieblingstheologen einen höheren Platz einnehmen als die Bibel selbst. Ich war vor wenigen Tagen in ein Gespräch verwickelt, bei welchem mein Gegenüber mir unbedingt mitteilen wollte: deine Tradition ist gefährlich; du solltest lieber die Bibel ohne irgendwelche Brille lesen und dich dabei vom Heiligen Geist führen lassen.</p>
<p>Können wir wegen einer menschlichen Tradition von der Bibel abruschen? Warnt uns nicht der Apostel Paulus vor einer solchen Gefahr im 1 Korintherbrief, Kapitel 1:</p>
<blockquote><p>(11) Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist. (12) Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus. (13) Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?<span id="more-757"></span></p></blockquote>
<p>Ich finde die reformierte Lehre gerade wertvoll, weil sie mir hilft, die Bibel (und dadurch Gottes Willen) richtig zu verstehen. Lehrer der Reformation wie Luther oder Calvin waren Christen, die der Bibel einen sehr hohen Stellenwert einräumten. Sie haben sich extrem bemüht, der Heiligen Schrift immer treu zu bleiben. Niemals haben sie versucht, sich einen Namen zu machen und angesehen zu werden. Immer wieder haben sie auf Jesus Christus hingewiesen. Ihr Motto war: Solus Christus, sola scriptura. Mag sein, dass sie von einigen <em>vergöttlicht </em>werden, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie in meinem Leben den Platz von Jesus einnehmen. Was ich bewundere, war ihre Fähigkeit (die der Heilige Geist ihnen gegeben hat), die Bibel so klar auszulegen, dass mein Glaube heute noch durch ihre Werke gestärkt werden kann.</p>
<p>Gefährlich ist es, wenn man denkt, man könnte auf jede Tradition verzichten, alle schlaue Kommentare und Andachtsbücher in den Ofen werfen. Die Botschaft der Bibel ist nicht, dass wir alle Lehrer sind und die Fähigkeit besitzen, alle schwierigen Stellen zu verstehen. Wir brauchen schon in der Gemeinde Menschen, die mit diesen Gaben ausgestattet und als solche anerkannt sind. Der Heilige Geist befähigt uns aber, die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden, die falschen Lehrer an ihren Früchten zu erkennen. Und heutzutage sind viele falsche Lehrer am Werk, die sich auf gar keine Tradition berufen.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/christozentrisch.wordpress.com/757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/christozentrisch.wordpress.com/757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/christozentrisch.wordpress.com/757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/christozentrisch.wordpress.com/757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/christozentrisch.wordpress.com/757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/christozentrisch.wordpress.com/757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/christozentrisch.wordpress.com/757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/christozentrisch.wordpress.com/757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/christozentrisch.wordpress.com/757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/christozentrisch.wordpress.com/757/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=757&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">christozentrisch</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Bibel und Archäologie: Goliats Waffen</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/04/17/bibel-und-archaeologie-goliats-waffen/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 13:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein gutes Beispiel, wie willkürlich die Bibelkritik manchmal mit der Heiligen Schrift umgeht, finden wir in diesem Artikel unter http://www.bibelwissenschaft.de. Dort steht zum Punkt 2.2. folgende Aussage:
Die Überlieferung von 2 Sam 21,19, wonach Goliat von Elhanan erschlagen worden sei, könnte den Ursprung der Goliatüberlieferung gebildet haben. Auf einer späteren Traditionsstufe wurde Elhanan durch David ersetzt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=655&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="size-full wp-image-726 alignright" style="margin:3px;" title="david-and-goliath" src="http://christozentrisch.files.wordpress.com/2009/04/david-and-goliath.jpg?w=234&#038;h=313" alt="david-and-goliath" width="234" height="313" /></p>
<p>Ein gutes Beispiel, wie willkürlich die Bibelkritik manchmal mit der Heiligen Schrift umgeht, finden wir in diesem <a title="Goliat" href="http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/details/quelle/WIBI/referenz/19844///cache/2fa4a028fc/" target="_blank">Artikel</a> unter http://www.bibelwissenschaft.de. Dort steht zum Punkt 2.2. folgende Aussage:</p>
<blockquote><p>Die Überlieferung von <span class="wibilex-bibellink">2 Sam 21,19</span>, wonach Goliat von Elhanan erschlagen worden sei, könnte den Ursprung der Goliatüberlieferung gebildet haben. Auf einer späteren Traditionsstufe wurde Elhanan durch David ersetzt, der sich ebenso wie jener durch Scharmützel und Kämpfe gegen die Philister hervorgetan hatte.</p></blockquote>
<p>Wann sollte diese Textänderung stattgefunden haben? Viel später selbstverständlich. Viele bibelkritische Archäologen, wie zum Beispiel Israel Finkelstein (&#8222;Keine Posaunen vor Jericho&#8220;, &#8222;David und Salomo&#8220;&#8230;) sehen für solche Geschichten als früheste Zeit das 7te Jahrhundert vor Christus (Deuteronomisches Geschichtswerk) an.<span id="more-655"></span></p>
<p>Dazu bringt der renommierte Archäologe <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alan_Millard" target="_blank">Allan Millard</a> von der Universität Liverpool einen interessanten Kommentar, der als Artikel in der franz. Zeitschrift &#8222;Théologie Evangélique&#8220; (vol.7, n°2, 2008) erschienen ist. Lasst uns zuerst den Text aus 1 Samuel 17, 4-7 betrachten:</p>
<blockquote><p>(4) Da trat aus den Reihen der Philister ein Riese heraus mit Namen Goliat aus Gat, sechs Ellen und eine Handbreit groß. (5) Der hatte einen <strong>ehernen</strong> Helm auf seinem Haupt und einen Schuppenpanzer an, und das Gewicht seines Panzers war fünftausend Lot <strong>Erz</strong>, (6) und hatte <strong>eherne</strong> Schienen an seinen Beinen und einen <strong>ehernen</strong> Wurfspieß auf seiner Schulter. (7) Und der Schaft seines Spießes war wie ein Weberbaum und die <strong>eiserne</strong> Spitze seines Spießes wog sechshundert Lot, und sein Schildträger ging vor ihm her.</p></blockquote>
<p>Bemerken wir, dass die meisten Teile von Goliats Rüstung aus Bronze waren: sein Helm; sein Panzer, die Beinschienen und sein Wurfspieß. Das ist klar, wir befinden uns in der späten Bronzezeit (11tes Jahrhundert vor Christus).</p>
<p>Viel interessanter ist die Angabe, dass die Spitze seines Spießes aus Eisen war. Warum denn? Einfach: Eisen ist ein besseres Material. Nun, es wurde damals nur für bestimmte Teile verwendet, weil dieses Metall  zu dieser Zeit noch wertvoll war.</p>
<p>Jetzt stellt Millard folgende Frage: Wie konnte ein Verfasser des 7ten Jahrhundert wissen, dass es so war? Die Antwort ist leicht: Er konnte es nicht&#8230; Zur späteren Zeit, im 7 Jahrhundert vor Christus war Eisen sehr günstig und man hätte solche Kombinationen nie gebraucht.</p>
<p>Die Konsequenz ist genauso logisch: es gibt keinen guten Grund zu behaupten, dass diese Erzählung zu einer späteren Zeit entstanden ist.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/christozentrisch.wordpress.com/655/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/christozentrisch.wordpress.com/655/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/christozentrisch.wordpress.com/655/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/christozentrisch.wordpress.com/655/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/christozentrisch.wordpress.com/655/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/christozentrisch.wordpress.com/655/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/christozentrisch.wordpress.com/655/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/christozentrisch.wordpress.com/655/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/christozentrisch.wordpress.com/655/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/christozentrisch.wordpress.com/655/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=655&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die vier Auferstehungsberichte</title>
		<link>http://christozentrisch.wordpress.com/2009/04/17/die-vier-auferstehungsberichte/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 13:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christozentrisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Heilsgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist der Kernpunkt des christlichen Glaubens? Mit Sicherheit ist es die Auferstehung Jesu. Wenn dieses wichtige Ereignis nie stattgefunden hätte, könnten Christen ihre Koffer packen. Paulus drückt es nicht sehr anders aus:
Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
1 Korinther 15, 14
Es ist deshalb von höchster [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=christozentrisch.wordpress.com&blog=3524891&post=719&subd=christozentrisch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright size-full wp-image-737" style="margin:3px;" title="leeres_grab" src="http://christozentrisch.files.wordpress.com/2009/04/leeres_grab.jpg?w=329&#038;h=247" alt="leeres_grab" width="329" height="247" />Was ist der Kernpunkt des christlichen Glaubens? Mit Sicherheit ist es die Auferstehung Jesu. Wenn dieses wichtige Ereignis nie stattgefunden hätte, könnten Christen ihre Koffer packen. Paulus drückt es nicht sehr anders aus:</p>
<blockquote><p>Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.<br />
1 Korinther 15, 14</p></blockquote>
<p>Es ist deshalb von höchster Wichtigkeit, dass wir die Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Berichte über die Auferstehung Jesu prüfen. Wie viele Kritiker bemerkt haben, gibt es scheinbare Widersprüche zwischen den Auferstehungsberichten in den 4 Evangelien. Wir nehmen uns deshalb in diesem Artikel vor, zu zeigen, dass sich diese Diskrepanzen sehr wohl erklären lassen.<span id="more-719"></span></p>
<h4><strong>Ergänzung heißt nicht Widerspruch<br />
</strong></h4>
<p>Was uns zuerst auffallen könnte, ist, dass die Evangelisten uns keine identische Liste von Frauen liefern, die am Ostersonntag am Graben waren. Matthäus spricht von Maria von Magdala und von der anderen Maria; Markus erwähnt Maria von Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome; Lukas, der Arzt, gibt uns eine ausführlichere Liste mit Maria von Magdala, Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andern mit ihnen; Johannes zitiert nur den Namen von Maria von Magdala.</p>
<p>Was die Engel betrifft, die den Frauen am Grab erschienen sind, Matthäus erwähnt nur einen davon, Markus auch, während Lukas, immer sehr genau, berichtet, dass es zwei Männer mit glänzenden Kleidern waren. Johannes spricht auch von 2 Engel in weißen Gewändern.</p>
<p>Ich möchte ein Beispiel aus dem normalen Leben geben, um zu zeigen, dass wir genauso umgehen, wenn wir über unsre Erlebnisse berichten. Würden Sie mich fragen, was wir (meine Frau und ich) gekauft haben, als wir zuletzt gemeinsam eingekauft haben, dann würde ich sicherlich die tollen Werkzeuge erwähnen, die ich beim Baumarkt gefunden habe und vielleicht würde ich mich daran erinnern, dass wir auf der Rückfahrt voll getankt haben. Meine Frau würde sich über die schicke aber dennoch günstige Kleider, die sie gefunden hat, und könnte noch die Gartenblumen erwähnen, die sie gekauft hat. Hat einer von uns beiden gelogen, wenn er Details weglässt, die der andere erwähnt hat? Nein, natürlich. Sind das widersprüchliche Aussagen? Reden wir vielleicht von 2 unterschiedlichen Tagen? Die Antwort ist negativ. Jeder hat von den Dingen gesprochen, die er für wichtig hielt und hat andere Geschehnisse vergessen, weil sie ihm überflüssig erschienen. Wenn wir vor einem Gericht ausgesagt hätten, hätten wir uns sicherlich mehr angestrengt. So in den Evangelien: die Autoren waren nicht verpflichtet, jede Einzelheit akribisch zu beschreiben. Da sie auch keine direkten Zeugen waren, haben sie möglicherweise verschiedene Quellen benutzt und Dinge weggelassen, die in ihrem Sinne nicht wesentlich waren oder worüber sie keine genauere Details hatten.</p>
<h4><strong>Die Reihenfolge der Ereignisse muss nicht unseren heutigen Denkmustern entsprechen<br />
</strong></h4>
<p>Problematischer scheint die chronologische Reihenfolge der Ereignisse. Laut Matthäus, wenn die Frauen am Grab ankommen, findet ein Erdbeben statt, das die Wächter erschreckt. Die Frauen bekommen von dem Engel den Befehl zu den Jünger zurückzukehren und ihnen die gute Nachricht der Auferstehung zu sagen. Sie treffen Jesus auf dem Weg.</p>
<p>Markus berichtet, dass die Frauen, als sie kamen, ein leeres Grab gefunden haben. Der Engel befiehlt ihnen auch die Apostel zu benachrichtigen, aber nur von Maria von Magdala wird berichtet, dass sie Jesus gesehen hat.</p>
<p>Lukas erzählt ungefähr die gleiche Geschichte wie Markus aber er berichtet von keiner Begegnung mit Jesus.Darüber hinaus erwähnt er, dass Petrus zu dem Grab gelaufen ist, nachdem er den Bericht der Frauen gehört hat.</p>
<p>Bei Johannes ist die Reihenfolge ganz anders und das kann uns beunruhigen. Maria von Magdala geht (alleine?) zu dem Grab und findet es leer; sie rennt zurück und benachrichtigt Petrus und Johannes. Diese beiden gehen auch zum Grab und, nachdem sie es leer gefunden haben, kehren ratlos nach Hause. Maria bleibt dort zu weinen und dann begegnet sie zuerst den Engeln und anschließend Jesus.</p>
<p>In welcher genauen Reihenfolge haben diese Geschehnisse stattgefunden? Wir könnten zwar diese Berichte für plausibel erklären und einige chronologischen Fehler zugestehen. Diese Hypothese wollen wir dennoch verwerfen, denn es würde bedeuten, dass das von Gott inspirierte Wort nicht zuverlässig ist.</p>
<p>Möglich ist, dass die Berichte sich auf bestimmte Zwischenhandlungen fokussieren und gewisse andere Gegebenheiten verkürzen oder am Rande erwähnen. Was man auf keinen Fall zulassen sollte, sind krasse Widersprüche.Ich gebe ein Beispiel dazu: Ein Zeuge behauptet, dass A die Person B gesehen hat, während ein anderes Zeugnis gerade das Gegenteil verkündet: A hat niemals B gesehen. Aber dies ist in unseren Berichten nie der Fall.</p>
<p>Ich schlage folgende Reihenfolge vor, obwohl andere Möglichkeiten auch zulässig wären:</p>
<ol>
<li>Die Frauen gehen gemeinsam zum Grab und Maria von Magdala gehört dazu.</li>
<li>Sie stellen fest, dass der Stein weg gerollt wurde und dass der Leichnam Jesus verschwunden ist. Mindestens eine von den Frauen geht zu den Jüngern zurück (darunter Maria von Magdala). Ihnen begegnet Jesus noch nicht, denn Maria sagt in Johannes 20, 2: sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.</li>
<li>Petrus und Johannes gehen zum Grab, wo die anderen Frauen warten, und stellen auch fest, dass der Leichnam verschwunden ist. Sie kehren zurück.</li>
<li>Die Frauen gehen wieder in das Grab und sehen dann die 2 Engel, die ihnen befehlen, die Nachricht der Auferstehung Jesu zu verkünden.</li>
<li>Maria von Magdala ist die Erste, die Jesus draußen sieht. Die anderen Frau sind dann auch Zeugen.</li>
<li>Sie alle gehen zu den Jüngern, aber diese glauben ihrem Bericht nicht.</li>
<li>Zwar berichtet Lukas, dass anscheinend Petrus zum Grab nach diesem Zeugnis gegangen ist, aber dies kann auch vorher passiert sein. Die griechische Partikel &#8222;δε&#8220; bedeutet nicht unbedingt &#8222;danach&#8220;.</li>
</ol>
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