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Der amerikanische Prediger Paul Washer ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn er Jugendlichen das Evangelium verkündet. Der reformierte Baptist ist ein Befürworter der Rettung zur Herrschaft (Lordship Salvation) und predigt laut, dass eine echte Bekehrung zu Jesus Christus eine tiefgreifende Veränderung mit sich bringt. Wer sich eine Meinung über die Botschaft von Paul Washer bilden möchte, kann eine typische Botschaft von ihm auf YouTube anschauen: Es heißt Shocking Message.
Washer hat sich keine Freunde bei den modernen „Arminianern“ gemacht, die eine Rettung durch „kostenlose“ Gnade befürworten. Im Gegensatz zu ihm behaupten sie, dass Rettung nur eine Entscheidung voraussetzt und keine Buße. Was wird Paul Washer vorgeworfen? Auf der Website http://www.jesus-is-savior.com wird behauptet, dass er ein falscher Lehrer ist, weil er mit seinem Ruf zur Buße eine Werksgerechtigkeit predigt. (mehr…)
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Es geht in diesem Artikel um die Frage, ob Christen die unter Gottes Gnade leben, noch an das Gesetz gebunden sind.
In vielen christlichen Kreisen hört man oft, dass ein Christ nicht mehr verpflichtet ist, die Gebote zu halten, weil das mosaische Gesetz abgeschafft wurde. In anderen christlichen Gruppen wird die Einhaltung der Gebote als eine wichtige Pflicht verstanden, obwohl bei ihnen die Rechtfertigung allein durch Gnade vertreten wird. In noch anderen Kreisen werden die menschlichen Fähigkeiten so hervorgehoben, dass man sich fragen kann, ob der Mensch noch Gottes Gnade bedarf.
Das Evangelium ist die gute Nachricht, dass wir ohne das Gesetz gerecht gesprochen werden
Die wichtigste Wiederentdeckung der Reformation ist, dass der Sünder allein durch Gnade gerechtfertigt wird, ohne dass er die Forderungen des Gesetzes erfüllen muss. Wenn man näher hinschaut, was Paulus sagt, ist diese Behauptung unbestreitbar:
So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Römer 3, 28
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Mit Tag(s) versehen: Gesetz, Gnade, Heil, Heiligung
Für diejenigen, die vielleicht nicht wissen, was der Begriff „Bundestheologie“ bedeutet, verweise ich auf diesen einführenden Artikel.
Die Bundestheologie (oder auch Föderaltheologie) ist eine wichtige Säule des reformatorischen Lehrguts und ist, meiner Ansicht nach, das geeigneste Modell, um die biblische Heilsgeschichte zu verstehen. Es mag sein, dass sie an einigen Stellen Schwächen aufweist, aber andere Modelle sind sicherlich weniger befriedigend.
Nun ist diese Theologie manchmal schwer angegriffen worden, wie beispielsweise von Lewis Sperry Chafer, Gründer des Dallas Theological Seminary und Befürworter des Dispensationalismus. (mehr…)
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Die Befürworter der Bundestheologie (auch Föderaltheologie genannt) haben ein Modell entwickelt, welches vorsieht, dass im Laufe der Heilsgeschichte Gott seine Beziehungen zu den Menschen im Rahmen von Bündnissen (oder Verträgen) gestaltet. Dies ist keine bloße Erfindung, sondern basiert auf festen biblischen Belegen.
Um diesen Gedanken zu verdeutlichen, kann zum Beispiel die Stelle von Jeremia 30, 22 erwähnt werden, wo Gott sagt:
Und ihr sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein.
Gott hat nach dieser Theorie sechs Bündnisse mit den Menschen geschlossen:
- einen Bund mit Adam
- einen Bund mit Noah
- einen Bund mit Abraham
- einen Bund mit Mose
- einen Bund mit David
- einen Neuen Bund in Jesus Christus
Der erst genannte Bund basierte auf Werken; da er von Adam gebrochen wurde, können die Menschen nie wieder auf der Grundlage ihrer Werke Gott gefallen. (mehr…)
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Geschehen heute noch Zeichen und Wunder?
Im Prinzip gehören Reformierte nicht zu den Kirchenrichtungen, die außergewöhnliche Geistesgaben wie Prophetie, Zungenrede und Heilungen fördern. Viele von ihnen glauben nämlich, dass Wunder und Zeichen heute aufgehört haben.
Benjamin Warfield, zum Beispiel, war der Meinung, dass diese außergewöhnliche Zeichen den Aposteln anvertraut wurden, um damals die Neuigkeit und die göttliche Autorität des Evangeliums zu unterstreichen und um das Fundament der Gemeinde zu legen.
Wenn man von Gaben spricht, ist es wichtig, zwischen natürlichen Gaben und Geistesgaben zu unterscheiden:
- eine natürliche Gabe ist zum Beispiel wenn jemand gut musizieren kann. Berühmte Musiker haben diese Gabe von Gott empfangen. Sie müssen dennoch nicht gläubig sein. (mehr…)
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Der fünfte Punkt des Calvinismus spricht von der Beharrlichkeit der Heiligen. Damit wird unterstrichen, dass ein Christ, der durch die Wiedergeburt zu einem neuen Menschen geworden ist, dessen Sünden durch das kostbare Blut Christi gedeckt worden sind, seine Position als Kind Gottes nicht verlieren kann.
Diese Behauptung wirft viele Fragen auf: Was ist mit Heiligen gemeint? Was ist mit den Christen, die offensichtlich ihren Glauben abgeschworen haben? Treibt uns diese Lehre eventuell zur Faulheit?
Was ist ein Heiliger ?
Mit Heiligen sind keine Christen gemeint, die eine moralische Vollkommenheit erreicht hätten, wie die katholische Kirche es oft versteht, sondern einfach diejenigen, welche die Vergebung ihrer Sünden erfahren haben. Wenn die Bibel von einem Heiligen spricht, meint sie einen Sünder, den Gott erkauft hat und der seinem alten verkehrten Leben den Rücken gekehrt hat. (mehr…)
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Es wird den Reformierten vorgeworfen, sie würden in Bezug auf Israel eine Substitutionstheologie vertreten. Dieser Begriff bedeutet, dass das von Gott erwählte Volk Israel durch die Kirche ersetzt (substituiert) worden ist. So wäre die Kirche das neue Israel und hätte alle Verheißungen an Israel geerbt. Die Israeliten hätten in diesem Zusammenhang nur eine Zukunft innerhalb der Kirche.
Diese Behauptung entspricht aber nicht der Wahrheit; die von den Reformierten vertretene Bundestheologie sieht nicht vor, dass das neue sichtbare Reich der Kirche (so wie die Katholiken es verstehen) das alte irdische Reich Israels ersetzt hätte. Sie sieht eher eine verborgene Kontinuität zwischen dem Gnadenbund im Alten Testament und im Neuen Testament, in dem sich die Verheißungen an das Volk Israel wohl erfüllen können. (mehr…)
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Bei modernen Theologen findet die Lehre, dass Jesus für unsere Sünden stellvertretend am Kreuz gestorben ist, kaum noch Anerkennung. Wie könnte ein liebender Gott zulassen, dass sein Sohn auf eine solch grausame Art umgebracht wird? Und wenn es so wäre, wie könnte das Opfer eines einzigen Menschen so viel Wert haben, dass er eine ganze Menschheit rettet? Höchstens wird die Stellvertretung Jesu als die Fürbitte eines Gerechten vor Gott verstanden. Die folgende Argumentation habe ich zum größten Teil aus einer Artikelreihe von Greg Herrick: Introduction to Christian Belief – Salvation entnommen.
Historischer Überblick
Im Verlauf der Kirchengeschichte wurden eine Reihe verschiedener Ansichten über die theologische Bedeutung vom Tod Jesu aufgestellt.
Die Rekapitulations-Hypothese formulierte Irenäus (ca. 120 bis ca. 200). Nach seiner Ansicht vereinigt Christus alles Menschsein in sich dadurch, dass er alle Stadien des menschlichen Lebens durchlief, – ohne je der Versuchung zu erliegen, – dann starb und von den Toten auferstand. Von seinem Leben, Tod und seiner Auferstehung können daher alle profitieren, die durch den Glauben an ihm teilhaben. (mehr…)
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Die calvinistische Heilslehre wird in 5 Punkten zusammengefasst. Der zweite Punkt davon lautet: bedingunglose Erwählung.
Bedingungslose Erwählung heißt: Gott erwählt wen Er will und diese Entscheidung, die Er vor Grundlegung der Welt getroffen hat, hängt nicht von irgendwelchen Gehorsamsakten ab. Unter Gehorsamsakten wird auch der Glaube verstanden.
Diese Position wurde immer wieder kritisiert und viele empfinden sie als besonders ungerecht. Ich erwähne zum Beispiel Dave Hunt. In seinem Buch „What love is this?„, behauptet Hunt, was viele andere Christen nur leise denken: Gott wäre total grausam, wenn er die Möglichkeit hätte, alle Menschen zu erlösen und doch nur einige retten würde.
Die Lehre der bedingunglosen Erwählung ist schwer zu akzeptieren, das gebe ich zu. Dieser Mangel an Akzeptanz liegt zum einen an der Tatsache, dass wir uns schwer vorstellen können, dass jemand – sogar Gott – sich in unsere Privatsphäre einmischen könnte. Die Aufklärung hat dazu beigetragen, dass der moderne Mensch sich als autonome Persönlichkeit versteht. In Wirklichkeit zeigt uns die Heilige Schrift, dass unsere ganze Existenz von ihm abhängt: Denn in ihm leben, weben und sind wir (Apostelgeschichte 17, 28). (mehr…)
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