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Im Alten Testament begegnen wir oft einer rätselhaften Figur: dem sogenannten Engel des Herrn. Warum wird in den meisten Übersetzungen dieser Engel nicht einfach EIN Engel des Herrn genannt? Warum spricht dieser Bote oft mit einer solchen Autorität, als ob er selbst Gott wäre?
Lasst uns einige Stelle anschauen, wo von diesem Engel die Rede ist!
Als Hagar Saras Dienerin und Abrahams Nebenfrau auf der Flucht vor ihrer Herrin war, begegnet sie dem Engel, der zu ihr sprach:
Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.
1 Mose 16, 10
Sie nannte ihn den Gott, der mich sieht (El Roi) (mehr…)
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Mit Tag(s) versehen: Christus, Heilsgeschichte

Ein gutes Beispiel, wie willkürlich die Bibelkritik manchmal mit der Heiligen Schrift umgeht, finden wir in diesem Artikel unter http://www.bibelwissenschaft.de. Dort steht zum Punkt 2.2. folgende Aussage:
Die Überlieferung von 2 Sam 21,19, wonach Goliat von Elhanan erschlagen worden sei, könnte den Ursprung der Goliatüberlieferung gebildet haben. Auf einer späteren Traditionsstufe wurde Elhanan durch David ersetzt, der sich ebenso wie jener durch Scharmützel und Kämpfe gegen die Philister hervorgetan hatte.
Wann sollte diese Textänderung stattgefunden haben? Viel später selbstverständlich. Viele bibelkritische Archäologen, wie zum Beispiel Israel Finkelstein („Keine Posaunen vor Jericho“, „David und Salomo“…) sehen für solche Geschichten als früheste Zeit das 7te Jahrhundert vor Christus (Deuteronomisches Geschichtswerk) an. (mehr…)
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Mit Tag(s) versehen: Apologetik, Bibel
In diesem Jahr feiert das jüdische Volk Pesach (Ostern) zu gleichen Zeit wie die Christen. Dabei erinnern sich die Söhne Israels dankbar an die großen Werke, die Gott vollbrachte, als Er sie aus Ägypten befreit hat. Wer kennt nicht die Geschichte der 10 Plagen, zumindest aus einer Verfilmung der Geschichte? Die Isareliten schlachten immer noch am Sederabend ein einjähriges, männliches Lamm und bedenken, dass dank dieses Opfers ihre Erstgeborene vor dem Todesengel verschont worden sind, im Gegensatz zu den Ägyptern.
In Johannesevangelium lesen wir über Jesus:
Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
Johannes 1, 29b
Was hat Johannes der Täufer im Kopf, wenn er diese Worte über Jesus sagt? Bevor ich diese Zeilen schreibe, habe ich gerade eine Predigt von einem katholischen Pfarrer gelesen. Dieser behauptet, dass Gott kein Gefallen an Opfern hat und deshalb den Tod seines Sohnes am Kreuz nie gewollt hat. Dort hätte Jesus freiwillig sein Leben geschenkt und dabei als Vorbild der Liebe dienen wollen. (mehr…)
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Mit Tag(s) versehen: Christus, Heil
Ab heute beginnt für manche die Fastenzeit. Ich sage bewusst manche, weil Fasten bei Christen nicht mehr sehr aktuell ist. Ich selbst als evangelischer Christ meine, wir sollten keiner Tradition blindlings folgen, aber ich finde trotzdem schade, dass Protestanten und Evangelikale nicht mehr fasten können. Das liegt sicherlich daran, dass der Sinn des Streites, den die Reformatoren gegen die katholische Fastenzeit geführt haben, nicht richtig verstanden wurde. Man wollte damals ausdrücken, dass ein Christ sich keiner menschlichen Tradition unterwerfen soll (siehe dazu Galater 5,1 und Kolosser 2,16). In Jesus erlangt er seine Gerechtigkeit nicht mehr durch Gesetzlichkeit, sondern durch Gnade. Aber warum und wie sollten die Christen heute fasten? Dazu eine Stelle aus dem Buch des Propheten Jesaja:
Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet?… Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Jesaja 58, 5-7 (mehr…)
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Mit Tag(s) versehen: Gebet, Nachfolge, Buße
Als ich vor kurzem das Buch des Propheten Jesaja gelesen habe, bin ich auf eine seltsame Stelle gestoßen. Am Anfang des Kapitels 4 lesen wir folgendes:
Und sieben Frauen werden zu der Zeit „einen“ Mann ergreifen und sprechen: Wir wollen uns selbst ernähren und kleiden, lass uns nur nach deinem Namen heißen, dass unsre Schmach von uns genommen werde.
Jesaja 4, 1
Ein solcher Vertrag wäre in unserer heutigen Zeit, wo die Menschen von Individualismus so geprägt sind, nicht unüblich, aber ist war für die damalige Gesellschaft absolut undenkbar. Der Mann sollte seine Familie versorgen und sie schützen. Hier muss etwas schlimmes passiert sein, dass eine Frau solche Geständnisse machen will. (mehr…)
Kategorien: Altes Testament
Mit Tag(s) versehen: Gericht, Heilsgeschichte, Buße

Ehrlich gesagt, das Bild von einer Schafherde mag vielleicht beruhigend sein, aber es weckt bei uns keine besondere Gefühle mehr auf. Keiner würde zum Beispiel auf die Idee kommen, sich mit einem Schaf zu vergleichen, denn Schafe werden als nicht besonders schlau empfunden. Sagt man auch nicht: „du, dummes Schaf?“ Das Bild einer Schafherde kommt in der Bibel sehr oft vor, beispielsweise in dem bekannten Psalm 23, wo der Herr mit einem guten Hirten verglichen wird. Ich bin der Meinung, dass viele von uns sich mit diesen Tieren nicht wirklich identifizieren, wenn sie den Psalm lesen.
(1) „Ein Psalm Davids.“ Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (2) Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. (3) Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. (4) Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. (5) Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. (6) Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Israel war ein Hirtenvolk. Selbst David war in seiner Jugend ein Hirte. Für uns ist es schwer geworden, uns vorzustellen, was ein Hirtenleben wirklich bedeutet. (mehr…)
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Mit Tag(s) versehen: Gemeinde, Leadership, Nachfolge